Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
2
Erscheinungsjahr:
1953
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000021162/23/
— 26 - regnum signum I a t i n i uinditorjs uel donatorjs testes' honoratus4. lubus'1 -fstarculfus Stefan u s. madorninus. uigilius. aimo5 gaio; Übe rsetzung. •$< In Christi Namen. Im 7. Jahre des Kaisertums unseres Herrn Ludwig habe ich Priester Andreas dieses Rechtsinstrument auf Verlan- gen des Latinus1 geschrieben. Es steht fest, dass er einen Verkauf gestätigt hat. Er verkaufte also dem Folcuin 
2 zu Reute (Ruggell?( einen Acker von 3 Bürden und schenkte ihm ebendort einen anderen Acker wegen seiner grossen Verdienste. Für den Acker, den er ver- kaufte, erhielt Latinus Land im Werte von gut 90 Pfund Eisen. Beide Aecker überträgt er in des Käufers Besitz, damit dieser von diesem Tage an die Gewalt habe damit zu tun, was er wolle. Und wenn jemals Irgendjemand von uns, von unseren Erben oder etwa eine vorge- schobene Person diese Schenkungs- und Verkaufsurkunde zu brechen versuchte, so hat sie dem, welchem sie den Besitz ändern wollte, doppelt soviel Land zu zahlen und dem Richter ein Pfund Gold, ge- mäss der beigefügten Stipulation 
3, die allen Urkunden Festigkeit ver- leiht. Die Urkunde wurde gemacht im'Dorfe Rankweil, am 5. Juni. Tag und Herrschaftsjahr habe ich vermerkt. Zeichen des Verkäufers und Schenkers Latinus. Zeugen: Honoratus4, Lubus5, 'h Starculfus, Stefanus, Madorninus, Vigilius, Aimo8, Gajus. Original im Stifts-Archiv St. Gallen II. 42. Pergament 14 X 15/16 cm (carta transversa). Linke Hälfte fleckig. Unten als Abschluss von einem Rande zum andern 2 Striche, wovon der obere von Schecre oder Messer geschont, der untere, aber haarscharf berührt wurde. Das Pergament wurde also erst nach der Niederschrift der Urkunde so geschnitten, wie es heute vorliegt. Wie äussere Auffälligkeiten zeigen, stammen von demselben Pergamente noch die Urkunden Wartmann 250, 256 und 254 oder Helbok 22 — 24, die alle am gleichen Tage zu Rankweil ausgestellt worden sind und zwar möglicherweise während der Rechts- handlung, wie Spielereien bei den Querstrichen der letzteren Urkunden vermuten lassen (vgl. Helbok, Reg., Exkurs S. 51). — Wie die in den Walgau gehörenden Nummern 15, 17, 19 — 34, 30 — 42 bei Helbok ist das Stück von Andreas nur verfasst. aber von seinem Schüler Vigilius, der zu Rankweil schreibt (vgl. Helbok. Reg., Exkurs S. 39) in knappem, präzisem Stil in der objektiven Fassung
        

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