Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
2
Erscheinungsjahr:
1953
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000021162/136/
— 138 — bett willen, vnd öch ze vrkiind alles des so hie von vns an disem brief gescriben ist,, der vmb dise sache geben isl ze vadutz an des vor ge- scriben / sant Laurenzen abent, nach gottes gebürt drüzehenhundert jar dar nach in dem ain vnd vierzgosten Jar Übersetzung. Ich Heinrich Vaistli von Vaduz verkünde öffentlich mit diesem Briefe allen denen, die ihn ansehen oder lesen hören, dass ich mit guter Vorbetrachtung zu den Zeiten und Tagen, da ich es zu Recht wohl zu tun vermochte, mit Rat und Willen meiner Verwandten und Erben meinen Bruder Alber Vaistli oder, wenn er nicht mehr wäre, seine Erben in Pfandes Weise und zu einem nutzbaren Pfände auf die drei nächsten Jahre, vom kommenden St. Laurenzen Tag an gerechnet, in alles Gut eingesetzt habe, das ich besitze, es sei mir von Erbes we- gen zugefallen oder Gott habe mir sonst dazu verholfen, es sei eigenes oder lehensmässiges, liegendes oder fahrendes, besuchtes oder unbe- suchtes1, solches das wir gemeinsam gehabt haben oder auch nicht. Es geschah dies um dreissig Pfund guter Konstanzer Pfennige, die er an diesem Tage an meine besondere Grundschuld oder Gült2 ausgerichtet und ausgegeben hat. Ich habe das getan mit allen Dingen und Sachen, dass es Rechtskraft haben mag. Ich habe mich alles meines oberwähn- ten Gutes entschlagen und entrate seiner mit diesem Briefe so, dass ich vom St. Laurenzen Tag an während dreier Jahre weder Anteil, noch Nutzen, noch irgendwelchen Anspruch daran haben soll. Der vorge- nannte Alber Vaistli, mein Bruder, soll die Gült, die wir heutzutage beide gemeinsam schuldig sind, bezahlen und ausrichten. Er soll den Nutzen, der in den oben beschriebenen drei Jahren von dem Gute abfällt oder herkommt, einnehmen und soll damit bezahlen. Wenn er nicht zu zahlen vermöchte und er wegen der Gült in Not geriete, so soll er oder sollen seine Erben, falls er innert der drei Jahre hin weg- stürbe, was aber Gott verhüten möge, volle Gewalt und freie Erlaub- nis haben, ohne unseren Zorn oder unsere Klage zu gewärtigen, Beides, nämlich liegendes und fahrendes Gut zu versetzen oder zu verkaufen,
        

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