97. Pfävers, 1337 Januar 27. Jacobus de Bulcaria (Ragaz), Rektor der Kirche Igis, schenkt der Abtei Pfävers u. a. Güter in Ragaz «in prav1 Lombarda». Original im Archiv des Klosters Pfävers im Stiftsarchiv St. Gallen. Regest. Wegelin, Regesten der Abtei Pfävers (1850) n. 153. Bedeutung. Noch das 13. Jahrh. berichtete uns hauptsächlich über die Adelsfamilien unseres Landes. Im 14. Jahrh. beginnen sich die bürgerlichen Geschlechter mehr und mehr vom Halbdunkel der Vergangenheit abzuheben. In diesem Halbdunkel befindet sich auch noch die Familie «Lombarda», die hinter dem «prau Lombarda» zu Ragaz steckt und nach ihr benannt ist. Es ist dies die erste Erwähnung des Namens' Lampert in unserer Nähe. Am 29. Juni 1344 ist wieder in einer- Urkunde des Pfäverser Klosterarchives von Wiesen zu «prawe Lombard» (Wegelin a. a. 0-, n. 166) und 1390 ebenda im unveröffentlichten Urbar der Pfäverser Frühmess-Stiftung von • solchen zu «Prälenbard» die Rede. Wir treffen da noch früher auch die von Säx-Misox, die aus dem Blenio-Tal stammen und die «Castro Muro», die Castelmur aus dem Bergell, in dem Pfävers die Kirche St. Gaudentius zu Casaecia hatte. Bei «prau Lombarda» handelt er sich aber um ein weiteres Geschlecht lombardischer Herkunft. Es kann sich eventuell um Walser aus Oberitalien handeln. Am 18. Juni 1366 taucht endlich in einer Originalurkunde im Bischöflichen Archiv in Chur ein «Anthoni Lämphrit, der jünger, burger ze Chur» auf (Auszug bei Mohr, Cod. dipl. III n. 128). Zu beachten ist, dass einerseits Pfävers in Triesen begütert war, wo seit 1406 eine Familie Lampert anderseits als Lehensnehmer von St. Luzi zu Chur auftaucht (vgl. J. Ospelt, Jahrbuch de6 Hist. Vereins Liechtenstein 39 (1939) S. 94 mit den weiteren Belegstellen). Ferner sei darauf hingewiesen, dass es auch Lampert im nahen Fläsch gibt. Dies zur Beleuchtung dieses Familiennamens vor 1406. 1 v über a; lies prau. 98. Werdenberg, 1338 Dezember 6. Revers der Ursula von Vaz und der Grafen Rudolf und Hart- mann von Werdenberg-Sargans (letzterer nachher zu Vaduz) um die Vazer Lehen. Inhaltsangabe Ursula, Tochter Donats von Vaz, Gemahlin des Grafen Rudolf von Sargans, gen. von Werdenberg, erklärt, dass sie und ihr Ge- mahl Rudolf vom Bischof Ulrich von Chur folgende Lehen empfan- gen haben, die durch ihres Vaters Donat Tod an Chur heimgefallen
        

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