— 126 — kirch aber kommt ein Hermann Sturnus. Der romanische Familienname Sturn ist in der alten architektonisch räto-romanisch anmutenden Sturnengasse zu Bludenz festgehalten. Nach diesem Sturnus und einem Lucius .Sillingus kommt in der Urkunde Egno de. Shiers, d. h. von Schiers. In Schiers selbst ist diese Herkunftsbezeichnung unmöglich. Von Schiers gab es aber, und Schierscher gibt es heute noch in Schaan. Ein solches Geschlecht gibt es hingegen in der Schweiz heute nirgends mehr. Es muss also in seiner hauptsächlichen Ver- breitung und folglich auch in seiner Erhaltung als ein liechtensteinisches an- gesprochen werden. Auf Egno von Schiers folgt in unserer Urkunde ein Meier Egno. Der gleiche Name und das Fehlen des Beinamens deuten auf dasselbe Geschlecht. Dann folgt des Vorerwähnten Schwager H., dann. C. Vazeti. Schon in einer Schenkung des Ragazers S. Sorant (Schorant) zu Maienfeld von seinen Leibeigenen, nämlich der Familie des Olricus de Mayls, an das Domkapitel 7.11 Chur vom 14. Januar 1236 (C. von Moor, Die Urbarien des Domkapitels zu Cur, No, XI) gibt es einen Zeugen Vazetti. Welches Mels dabei gemeint ist, ob das sarganserländische oder das zu Balzers, sagt die Urkunde nicht. Der Ort Maienfeld lässt aber, hält man die historischen Verhältnisse im Auge, an letzteres denken. In der Liechtenstein berührenden Urkunde vom 17. April 1273 figuriert wieder ein »Vascetli«. Die Endung Ii ist offenbar ein angehängtes Diminutiv. Büchel identifiziert in den Regesten von Schellenberg No. 21 (Jahr- buch 1, 1901) hier mit Recht Vescetli mit Veistli. Zu Triesen und Vaduz gab es tatsächlich — um auf das schon Festgestellte zu kommen — Vaistli, Vaissli, Vaisslin oder Vaisslin seit 1338. Somit sind in unserer Urkunde — aus welchen Gründen lässt sich noch nicht abklären — die Zeugen offensichtlich vorzüglich aus der Gegend Klein-Mels (Mäls), respektive Triesen-Vaduz einerseits und Feldkirch, resp. Bludenz und Bregenz anderseits. Weiteres Licht könnte darüber das Studium der Eheregelung im Gebiet des Klosters St. Luzi und seiner Ehe- Genossamen mit anderen Herrschaften verbreiten. Literatur. J. Ospelt, Sammlung liechtensteinischer Familiennamen, im Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, 39 (1939), S. 65 ff. Hier findet man zu jedem Namen auch die weiteren Quellen- ü. Literaturangaben. J. B. Büchel, Jahrbuch II. (1902), S: 152, Die Junker Vaistli. Hienaeh st. 1381 auch St. Viner v. Nüziders genannt. '. Sic. Mohr,-Cod. dipl. falsch: lxxxiiii. 2 ö über V:' Cartular von Bendern: «volr.«. 3 Cartular von:Beridem: ebenso. 4 Cartular von Bendern: »veltkilch«. " Cartular von Bendern: »schiers«.
        

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