Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
11
Erscheinungsjahr:
1985
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000015285/56/
Thronwechsel. Die Frage ist eher eine politische, denn für einen rechtswirksamen Antritt der definitiven Regentschaft ist nur das Versprechen erforderlich, nicht aber die Huldigung. 7. Fälle von Regentschaft Solche hat es bisher im Rechtssinne in konstitutioneller Zeit nicht gegeben. Gelegentlich wurde bei Stellvertretung von Regentschaft gesprochen. Auf diese Fälle wird weiter hinten eingegangen werden. 8. Zusammenfassung Abschliessend kann zum Thema Regentschaft festgehalten werden, dass durch die Verfassung und das Hausrecht eine ordentliche Regent­ schaft hinreichend geregelt ist, nicht aber die ausserordentliche Regentschaft. III. Die Regierungsstellvertretung 1. Der Grundsatz Es wurde vorstehend schon hinlänglich ausgeführt, dass die neuere Doktrin überwiegend (und m. E. zu Recht) das Institut der Regie­ rungsstellvertretung auch dort als zulässig anerkennt, wo die Gesetze sie nicht oder nur unvollständig regeln. Es wurde auch erwähnt, dass die Praxis stets entsprechend war.121 Demnach gilt als Grundsatz, dass der Monarch eine Stellvertretung einzurichten befugt ist, wenn und soweit ihn die Verfassung hierin nicht beschränkt. Dieser Grund­ satz hat auch für Liechtenstein zu gelten. Es ist zu prüfen, ob die liechtensteinische Verfassung diesbezüglich Schranken aufstellt. 121Z. B. in Württemberg, vgl. Göz, 71 f.; Preussen, vgl. Schulze, Preussisches Staatsrecht, 218 ff. 57
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.