Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
11
Erscheinungsjahr:
1985
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000015285/20/
a) 
Landesabwesenheit Dieser Grund braucht nicht zu einer Regentschaft zu führen, wenn der Landesherr in der Lage ist, vom Ausland her seine Funktion zu erfüllen, allenfalls unter Übertragung einzelner Befugnisse an das Ministerium oder Ernennung eines Stellvertreters. Hat er jedoch nicht für. eine allenfalls erforderliche Stellvertretung gesorgt und? hindert ihn seine Abwesenheit, eine solche einzurichten, wird eine Regent­ schaft angezeigt sein. Die wichtigsten Fälle von Landesabwesenheit, die in der Regel Regent­ schaft erfordern, sind folgende: aa) Kriegsgefangenschaft Bei Kriegsgefangenschaft, ist selbstverständlich Selbstregierüng völlig ausgeschlossen. bb) Verschollenheit Das gleiche gilt bei Verschollenheit des Monarchen, ein allerdings seltener Fall. cc) Doppelregierung Wenn der Monarch gleichzeitig Souverän eines fremden Landes ist, in dem er 1 residieren muss, gilt dies als Unfähigkeitsgrund.25 Dieser ist ein rechtlicher, wenn die Verfassung einem Monarchen verbietet, gleichzeitig Herrscher eines anderen Staates zu sein. dd) Abwesenheit zur Zeit der Thronbesteigung Dieser von verschiedenen Schriftstellern erwähnte Fall26 wird nur dort direkt zu einer Regentschaft führen können, wo ohne gewisse formelle Handlungen — neben dem mehr symbolischen Akt der Thronbesteigung ist hier vorab an den Verfassungseid zu denken — der Antritt der Regierung rechtlich ausgeschlossen ist. 25 Hancke, 11. 88 Freund, 27/28, Hancke, 11, neben anderen. 21
        

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