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Prüfung durch die Zollbehörden stützen kann, soll aller 
dings nach der Behauptung der Broschüre beim gesam 
ten ortskundigen Zollpersonal und der Erenzbevölke- 
rung förmliche Bestürzung ausgelöst haben. 
Was die Zollbehörden anbelangt, so genügt es, 
darauf hinzuweisen, daß alle Instanzen nach gründ 
licher Prüfung der Frage sich im gegenteiligen Sinne 
ausgesprochen haben. Und auch die Erenzbevölkerung, 
welche die Verhältnisse kennt, ist vom Gegenteil über 
zeugt. 
Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, daß der 
Rhein dem Schmuggel kein allzu großes Hindernis ist. 
Im Winter kann er leicht durchwatet und im Sommer 
mit allen möglichen Fahrzeugen durchquert werden, 
und mit seinen hohen, von Erlen und Gesträuch über 
wachsenen Dämmen deckt er den Schmuggler in vor 
züglicher Weise. 
Die neue Zollinie dagegen führt zum großen Teil 
über Vergkämme, welche im Winter und zum Teil auch 
im Sommer überhaupt nicht passiert werden können. 
Der übrige Teil ist infolge der günstigen Bodengestal 
tung so übersichtlich, daß er von einem Wachtposten im 
Steg mit verhältnismäßig wenig Personal wirksam 
überwacht werden kann. Dazu kommt, daß die Entfer 
nung der Zollinie von den nächsten Ortschaften beider 
seits sehr groß ist, sodaß auch durch diesen Umstand der 
Schmuggel wesentlich erschwert wird. 
Die Erfahrung hat denn auch gelehrt, daß der 
Schmuggel über den Rhein viel leichter ist als über 
die Vergkämme. Trotzdem die Rheingrenze sehr inten 
siv bewacht war, während die Vergkämme nur wenig 
geschützt waren, ging der größte Teil der geschmuggel 
ten Waren über den Rhein. Es bestätigt sich hier die 
auch andernorts gemachte Erfahrung, daß eine nasse 
Grenze den Schmuggel eher begünstigt als verhindert. 
Schwieriger ist allerdings die Strecke vom Rhein 
bei Vangs bis Schaanwald zu überwachen, da sie leicht 
begehbar ist. Dagegen ist es unzutreffend, daß diese 
Strecke auch sehr unübersichtlich ist. Vielmehr kann ge
        

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