Landtagsbericht über die Sitzungen 
vom 24. und 26. August 1901 
2. Das Gesuch der Gemeinde Triesen um eine Subvention zur Bestrei- 
tung der Baukosten für die Lawenastrasse wurde mit folgendem moti- 
vierten Landtagsbeschlusse erledigt: 
BÉ 
«In Würdigung der ausserordentlichen Verhältnisse und Schwierigkei- 
ten, mit denen die Gemeinde Triesen bei dem Baue der Lawenastrasse 
zu kämpfen hatte, und welche derselben bedeutende Mehrkosten ver- 
ursachte, und mit Rücksicht auf die schweren Schädigungen, welche 
einzelne Geschäftsleute in Triesen durch Lebensmittellieferungen an 
zahlungsunfähig gewordene Bauunternehmer, zum Teil nicht ohne Ver- 
schulden der Gemeinde, die verpflichtet war, den Bau nur gegen Kau- 
tion hintanzugeben, erlitten, beschliesst der Landtag - jedoch unter 
ausdrücklicher Bewahrung, damit eine Präjudiz zu schaffen - der 
Gemeinde Triesen eine landschafiliche Subvention von 6000 Kronen zu 
bewilligen unter der Bedingung, dass dieselbe 70% der erwiesenen Aus- 
stände für gelieferte Lebensmittel und andere berücksichtigungswerte | 
Leistungen den betroffenen Gescháftsleuten in Triesen vergüte und zwar. | 
unter dem Vorbehalte, dass sich dieselben damit befriedigt erklären.» 
  
  
Dem Berichte der Finanzkommission seien zur Beurteilung der finan- 
ziellen Sachlage folgende Andeutungen entnommen: 
«Der Gemeinde Triesen wurde im Vorjahr ein in 30 Jahresraten zurück- 
zuzahlendes 3/.%iges Darlehen von 32000 Kronen gewährt. Die Zins- 
Spannung zwischen einem solchen Darlehen zu 3/,% und einem derar- 
tigen zu 495 betrügt nach den kohlhammer'schen Tabellen 3320 Kro- 
nen, welcher Betrag sonach als bereits bewilligte Landessubvention 
zum Lawenastrassenbau zu betrachten ist. Mit Hinzurechnung des der 
Gemeinde bereits ausgefolgten Unterstützungsbetrages von 1200 Kro- 
nen und der ihr von Seiten Seiner Durchlaucht zugekommenen Spende 
von 3000 Kronen hat die Gemeinde sonach bisher an Strassenbausub- 
ventionen rund 7500 Kronen erhalten. Die f. Regierung beantragt nun - 
|. Jedoch ohne Prajudiz fiir die Zukunft - eine weitere Subvention von 
6000 Kronen, welche jedoch in erster Linie zur Entschadigung der 
durch Lebensmittellieferungen fiir die Strassenbauarbeiter und durch 
| Übernahme derartiger Rechnungen zu Schaden gekommenen Gewerbe- 
| treibenden in Triesen zu verwenden wären. Die Summe der Subventio- 
| nen würde somit 7500 -- 6000 Kronen — 13500 Kronen betragen, welche 
| ca. 3090 der gesamten Kaufsumme von 45000 Kronen entsprechen.» 
  
  
  
 
        

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