Es ist für manche zwischenstaatlichen Verträge charakteristisch, dass sie zwar 
gemeinsame Interessengebiete abgrenzen und bestimmte Verhaltensweisen regeln, 
für den betroffenen Bürger aber von geringer Auswirkung sind. 
Der Staatsvertrag über den Anschluss des Fürstentums Liechtenstein an das 
schweizerische Zollgebiet markierte für Liechtenstein zweifellos den Beginn der 
sozialen Stabilisierung und des wirtschaftlichen Aufschwungs. Seine positive 
Auswirkung ist für die Wirtschaft der Vertragspartner, aber auch des einzelnen 
Bürgers jederzeit nachweisbar. 
Die unbestreitbare Bedeutung des Zollvertrages lässt uns oft eine nicht weniger 
hoch einzuschätzende Leistung der unmittelbar Beteiligten vergessen: Die 
Grenzwächter, zum Dienst im Ausland aufgeboten, gewannen durch taktvolles 
Auftreten und zuvorkommende Haltung gegenüber unserer Bevölkerung für sich 
selbst und den von ihnen vertretenen Vertragsstaat Achtung und Wertschätzung. 
Wenn in einer kleinen Gedenkschrift des 60 Jahre alten Vertragswerks gedacht 
wird, dann verdient neben anderen historischen Fakten die Feststellung besondere 
Erwähnung, dass dieser Vertrag nicht nur zwischen Staatsdelegationen 
abgeschlossen, sondern auch von der Bevölkerung akzeptiert und den beauftragten 
Grenzwächtern in bestem Einvernehmen gelebt wurde. 
Regierungsrat Dr. Walter Oehry 
 
        

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