die Mehrzahl der liechtensteinischen Berggipfel und Jöcher an den Gren- 
zen gegen die beiden Nachbarländer. 
Dann kam 1914 der Ausbruch des Ersten Weltkrieges und das Ver- 
einsleben kam zum Erliegen, um erst 1921 wieder aufgenommen zu 
werden. Noch war Dr. R. Schädler Vereinspräsident, der seine Getreuen 
wieder auf Vordermann brachte. 
Im Jahre 1925 meldete sich der damals 9 Sektionen zählende Ver- 
band der Pfälzischen Sektionen im D. u. Oe. A. V. und suchte mit Emp- 
fehlung des Hauptvereines ein Arbeitsgebiet. In Liechtenstein gab es 
damals wohl schon einige Bergwege, aber keine alpine Unterkunft. Nicht 
nur das dürfte zur Wahl unseres Gebietes geführt haben, es gehörte 
nämlich damals ein Liechtensteiner — Edmund Seeger — dem Vor- 
stand der Pfälzer an. Kurz und gut, man einigte sich, die Pfälzer erhiel- 
ten das Gebiet südlich der Strasse Rotenboden—Steg bis zur Landes- 
grenze im Süden und Osten, mit dem ganzen Gebiet östlich des Samina- 
baches als Arbeitsgebiet zugeteilt. Die Sektion Liechtenstein hatte das 
übrige Alpengebiet Liechtensteins zu betreuen. 
1926 traf erstmals eine Delegation aus der Pfalz in Liechtenstein 
ein, nicht nur um das Gebiet bezüglich Wanderungen in Augenschein 
zu nehmen, sondern der Gedanke des Baues einer Bergunterkunft sollte 
verwirklicht werden. Als entsprechender Standort wurde das Bettler- 
joch gefunden und in den Jahren 1927/28 hat der Verband der Pfälzi- 
schen Sektionen im D. u. Oe. A. V. dort unter grossen finanziellen Op- 
fern das heute als «Pfálzer-Hütte» bekannte Berghaus erbaut. Sicher 
darf erwühnt werden, dass Liechtenstein hilfsbereit mitmachte; so hat 
der Landesfürst das Holz für den Bau geschenkt und das Land selber hat 
einen betrüchtlichen Teil des Weges zur Hütte übernommen. 
Inzwischen war der fürstl. Landrichter Dr. Julius Thurnher im Jahre 
1923 neuer Vereinsprásident geworden. Ein grosses Anliegen bestand 
jedoch noch und sollte ein weiterer Plan verwirklicht werden. Es galt 
eine günstige Verbindung zu den óstlich gelegenen Bergunterkünften zu 
schaffen, nämlich einen direkten Zugang zur Strassburger (heute Mann- 
heimer) Hütte zu erstellen, der náchstgelegenen Unterkunft im Schesa- 
planagebiet. 
Die Wegstrecke sollte von der liechtensteinischen Grenze vorerst 
über ósterreichisches Gebiet bis zur Grossen Furka, dann über schweize- 
risches Gebiet bis zum Schafloch und wieder über österreichisches Ge- 
biet über den Brandner Ferner hinüber zur Strassburgerhütte führen. 
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