Gabriel Negele | Die Kassabücher durchgeblättert 
Das 75-jährige Bestehen des Liechtensteiner Alpenvereins ist Grund 
genug, über Wesentliches aus dem Rechnungswesen des ersten Viertel- 
jahrhunderts des Vereins zu berichten. 
Der Verein kam im ersten Jahr auf 44 Mitglieder, einen Mitglieder- 
beitrag von je 10 Kronen und Gesamteinnahmen von Kr. 440.69. In 
den Ausgaben von Kr. 397.69 ist der Beitrag an den Hauptverein (D. u. 
Oe. A. V.) von Kr. 287.82 enthalten. Der Rest wurde für Vereinsab- 
zeichen und Bürokosten ausgegeben. So berichtet «Schatzmeister» Karl 
Hartmann im «Kassa-Ausweis». 
Die Hohe des Jahresbeitrages blieb bis 1920 unverándert. Nach Ein- 
führung der Franken-Wáhrung bezahlte man Fr. 5.—, 1926 waren es 
Fr. 6.—, dann ab 1927 Fr. 8.— und von 1942—1946 wieder Fr. 6.—. 
Die Mitgliederzahl blieb ca. 15 Jahre konstant, stieg in den folgen- 
den 15 Jahren auf ca. 100, um bis 1946 wieder auf rund 60 zurückzu- 
gehen. 
Die Mitgliederbeitráge gingen zum grossen Teil an den Hauptverein. 
Wegen der Anlage überschüssiger Gelder brauchte sich der Schatzmei- 
ster bei den bescheidenen Einnahmen keine Sorgen zu machen. 
Zur Kronenzeit gingen 67.4 % an den Hauptverein, von 1921—46 
waren es 58.5 %. Der Sektion blieb der Rest. Mit diesem und dieser 
aufgebessert durch Spenden, sonstige Beitráge, Zinsen usw. wurden die 
allgemeinen Unkosten gedeckt, Wege verbessert, Wegweiser finanziert 
und so weiter. 
Dass der Verein nicht untátig war, zeigt nachstehende Aufstellung 
über verschiedene Aktivitäten — die entsprechenden Einnahmen und 
Ausgaben sind einer separaten Aufstellung zu entnehmen: 
1912 Erste Weg- und Touristenkarte Liechtensteins in 3000 Exempla- 
ren. Wegverbindung vom Rappenstein zur Mazorahalde als Zu- 
gang vom Saminatal zum Falknis — Wegstrecke 2.4 km. Regu- 
lierung und Ausbesserung des Weges Malbun zum Sareiserjoch 
— 1080 m. Der Verein wurde nicht belastet, da S. D. der Lan- 
desfürst die Kosten übernahm. 
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