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er von Claudius Caroli den Edelsitz und Hof zu Ober-Kritzen- 
dorf bei Klosterneuburg um 35.000 Gulden. 1701 wurde vom 
Grafen Johann Peter von Werdenberg die Herrschaft Judenau, 
das Gut Dittersdorf und der Edelsitz Ordenthal um 256.000 
Gulden angekauft. Es folgt 1702 durch Ankauf von der kaiser 
lichen Hofkammer die Herrschaft Lypto Ujvar oder Hradeck in 
der Liptauer Gespannschaft in Ungarn um 129.800 Gulden ft 
und 1703 die Herrschaft Weißenburg und Kirchberg mit dem 
Amt Wolzan und Lunz von Graf Theodor von Zinzendorf um 
200.000 Gulden. Im Jahre 1706 kaufte er in Böhmen einige 
kleinere Güter, darunter Przistnpin, zur Herrschaft Schwarz- 
kosteletz, und 1707 das Gut Czech in Mähren, Olmützer Kreis, 
um 60.000 Gulden, 1708 wiederum die Herrschaft Notenhaus 
in Böhmen. Für diese große, im Saazer Kreise gelegene Herr 
schaft mit ihrem stattlichen Schloß zahlte er ihrem damaligen 
Besitzer Sigmund Valentin Herzan Grafen von Harras die 
Summe von 903.000 Gulden. 1712 endlich erfolgte der letzte 
und in gewisser Weise wichtigste Ankauf, derjenige der Reichs 
grafschaft und Herrschaft Vaduz im schwäbischen Kreise von den 
Grafen von Hohenems um die Summe von 290.000 Gulden. 
Hinzunehmen muß man aber noch den zeitweiligen Besitz der 
kaiserlichen Herrschaften in Böhmen Zbirow, Königshof und 
Tötschnik, welche dem Fürsten Hans Adam als Pfand übergeben 
wurden für eine Summe von 500.000 Gulden, die er im Jahre 
1710 dem Staate geliehen hatte'ft. 
Diese Summe von einer halben Million war wohl die 
höchste, aber nicht die einzige, welche er dem Staate in seinen 
damaligei) Kriegsbedrängnissen hatte vorschießen können. Schon 
im Jahre 1687 hatte er 30.000 Gulden dargeliehen, dann 1691 
eine Summe von 100.000 Gulden, 1697 wiederum 75.000; 
es folgten dann noch 7)0.000 im Jahre 1702 und 150.000 im 
') Archiv des Finanzminist. 
2) Ueber alle diese Ankäufe befinden sich die betreffenden Urkunden 
im Liechtenst. Archiv.
        

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