— 63 — 
ausgenommen) auf vierundzwanzig Jahre einzugeben gnädigst 
bewilligen wolle. Am 6. Mai erging zugleich an Wolfgang ein 
Schreiben, daß sich die Unterthanen zu Eisgrub selbst ablösen 
und der verabredete Kauf zwischen ihm und dem Keretschin ein 
zustellen sei. Im Juni wurden dann von Seiten des Kaisers 
Hans Wilhelm von Rogendorf und Helmhard Jörger als Com- 
missäre nach Eisgrub gesendet, um den Kauf wirklich rückgängig 
zu machen. Dieses geschah auch. Wolfgang stellte seine Herr 
schaft Eisgrub der kais. Majestät zur Verfügung, und diese sen 
dete am 7. Juli 1572 zur wirklichen Uebernahme als Commissäre 
Hans Schaber und Georg ^e^enftolsen. Am 2. Juli desselben 
Jahres erhielt Wolfgang über ein Capital von 23.100 Thaler, 
welche er noch zu fordern hatte, vom Hofkammer-Präsidenten 
eine Verschreibung mit der Versicherung, daß ihm diese Forderung 
künftigen Johannis Baptistä (1573) sicher entrichtet werde. — 
So kam die Herrschaft Eisgrub aus den Händen Wolfgangs, 
nicht aber für lange aus dem Hause, denn bereits 1575 kaufte 
sie Hartmann von Liechtenstein vom Kaiser wieder zurück. 
Im Jahre 1574 kaufte Wolfgang vom Grafen Ulrich von 
Harbeck den Markt Ebersdorf an der Zaya und empfing dar 
über, da er österreichisches Lehen war, von Kaiser Maximilian 
die Belehnung >). Desgleichen kaufte er 1577 das Dorf Oeden- 
streifning von seinem Vetter Hartmann 2). Im Jahre 1572 
am 12. September erhielt er für seinen Bruder Georg und 
seine Schwester Genovefa die Belehnung mit den Lehen aus dem 
Schaumburgischen Erbe, über welches Erbe er sich sammt seinem 
Bruder Georg, wie schon oben erwähnt, 1573 mit der Schwester 
auseinandersetzte. Im Jahre 1582 erscheint er unter den Ver 
ordneten der Landschaft Oesterreich unter der Enns 'si, und be 
gleitete noch in demselben Jahre als freiwilliger Cavalier den 
Erzherzog Matthias auf dessen Reise nach Augsburg zurZusammeu- 
3 8. §. 68. 69; B. 80. 
2) H. §. 70. 
3 ) Archiv des Finanzminist.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.