30 - 
Fischwässer und Reisgcjaide ganz verödet würden, und bat dabei, 
anstatt Georgs, um Abstellung dieses Unfugs, worauf ihm der 
Bescheid wurde, daß diese Sache an die eigens aufgestellte Com 
mission gewiesen worden sei. Wiederum bat Georg von Liechten 
stein am 25. Niai 1548 um Verlängerung des Zahlungstermines 
auf etliche Monate, auch meldete er, daß er bereit sei, das Schloß 
Ruttenstcin zum Kauf anzubieten. 
In demselben Jahre 1548 aber starb Georg, ohne daß 
der lange Streit zu endlichem Austrage gebracht worden, worauf 
von königlicher Seite eine ordentliche Schätzung des Schlosses 
Ruttenstein und seines Einkommens angeordnet wurde, um dar 
über mit den Erben Georgs zu verhandeln. Diese baten aber 
um Aufschub, bis sie sich selber, nämlich Johann, Wolf Christoph 
iiub Georg Hartmann, unter einander verglichen hätten. Darnach 
machten Johann und Georg Hartmann im Juni 1249 das 
Gesuch, man möge sie im Besitze von Ruttenstein, daran ihnen 
viel gelegen sei, belassen, indem sie die 10.000 Gulden erlegen 
wollten; die königliche Majestät möge sie daher mit Ruttenstein 
belehnen. Darauf aber erfolgte am 14. October desselben Jahres 
die Antwort, daß der König gesonnen sei, die genannte Herr 
schaft nach vorhergegangener Schätzung durch Kauf an sich zu 
bringen. Am 3. October 1550 wurde wieder befühlen, ans der 
Erlagssnmmc Georgs an Johann von Liechtenstein die 4500 Gul 
den auszuzahlen, welche ihm am 14. September 1547 ver 
sprochen worden waren, und cs wurde deßhalb an die Erben 
Georgs geschrieben, deren einer wieder eben Johann war. Johann 
verlangte aber diese Summe von der niederösterreichischen Kammer 
ausbezahlt und richtete noch im Juni 1551 und März 1552 
wiederholte Gesuche darum an den König. Am 20. Mai 1551 
heißt es in einem königlichen Bescheide, daß eine Schätzung von 
Ruttenstein erfolgt, dieselbe jedoch zu hoch sei. Am 23. Juni 
desselben Jahres bitten wiederum die Herren von Liechtenstein 
um eine neue Schätzung, wozu auch der Auftrag ertheilt wurde. 
Jedoch wurde derselbe nicht vollzogen, so daß Georg Hartmann
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.