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seine Vettern oder vielmehr Neffen zn vererben. Das Testament 
haben wir nicht, wohl aber die Bestätigung des Herzogs Al 
brechts IV. für die Erbeinsetzung von Matches, Hans und Heinrich 
durch Johann den gewesten Hofmeister des seligen Herzog Albrecht, 
wie es heißt '). Diese Bestätigung ist vom Jahre 1398. Dieses 
dürfte sein Todesjahr sein, denn vom nächsten Jahre datirt eine 
Urlnnde, worin Bischof Ulrich zu Brixen, Herzog Leopolds 
Kanzler, an Matthias von Liechtenstein den Theil der Feste 
Aichach in Tirol verleiht, „den weiland Herr Hans von Liechten 
stein, Hofmeister an derselben Feste, zu Lehen gehabt hatte" 2 ). 
Wir haben oben gesehen, wie ihm allein dieser Antheil von den 
tirolischen Besitzungen bei dem großen Unglück geblieben war. 
Im Verlauf der Lebensbeschreibung Johanns des Hofmei 
sters haben wir bereits mehrfach die beiden jüngeren Brüder 
Georg und Hartneid in enger Verbindung mit ihm zu erwähnen 
gehabt; es sind dies die beiden, welche wir in der Stammtafel 
als Georg II. und Hartneid IV. ausgeführt haben. Wir stellen 
hier die noch übrigen Nachrichten über sie zusammen. 
Georg II. war, wie schon erwähnt, mit Dorothea von 
Buchheim vermählt. Am 27. September 1374 belehnte ihn Herzog 
Albrecht mit allen nach dem Tode Cholos von Seldenhosen dem 
Herzoge hcimgefallenen Lehen, ausgenommen diejenigen, so zum 
Marschallamt in Steier gehören 2 ). Im Jahre 1376, in welchem 
er und seine Brüder mit der Feste Traburg beliehen wurden, 
findet er sich auch bereits als des Herzogs Albrecht Kammermeister 
aufgeführt, mit welchem Titel er fortan gewöhnlich bezeichnet 
wird. Für seine Gemahlin Dorothea hatte er in diesem Jahre 
einen Streit über Heirathsgüter mit Ulrich von Dachsberg, 
welchen Herzog Albrecht durch einen Spruchbrief schlichtete H. Am 
1) Liecht. Archiv O. 19. 
2) B. 30. 
2) Lichnowsky IV. Regg. 1185 ; bei Much ar VII., 4 heißt eê 
dagegen: auch mit denjenigen, welche zum Marschallamte in Steiermark 
gehören. 
J ) Liecht. Archiv F. 5,
        

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