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Buchheim als ihr freies Eigen aus der Rauhensteinischen Erb 
schaft erhalten, sie nahm es aber, wie wir schon gesehen haben, 
im Jahre 1395 von Herzog Albrecht zu Lehen. 
Diesem Verkauf von Seiten Friedrichs von Pottendorf 
ging ein Streit Johanns von Liechtenstein mit Alber von Pottcn- 
dorf vorauf, der längere Zeit, gedauert zu haben und in eine 
eigentliche Fehde ausgeartet zu sein scheint, von dem wir aber 
nicht wissen, ob er mit der Erbschaftsangelegenheit in Beziehung 
steht. Im Anfang des Jahres 1391 verglichen sich beide und 
wählten zu Schiedsrichtern Rudolf und Heinrich von Wallsee, 
Friedrich von Pottendorf und Hans von Dietrichstock. Der 
Hintergangbrief Johanns, welcher von seinem Bruder Georg 
gesiegelt ist, datirt vom 27. Februar x ). 
In die Zwischenzeit fallen noch verschiedene minder bedeu 
tende Ankäufe, die wir übergehen, umsomehr als wir jene von 
Zistersdorf, die ebenfalls mit der Ranhenstcinischen Erbschaft in 
Verbindung stand, bereits erwähnt haben. Uebergehen wollen wir 
aber nicht, daß Markgraf Jobst von Mähren an Johann und 
seine Brüder Hartneid und Georg im Jahre 1389 den Lehns 
brief über die Feste Lundenburg ansstellte?), sowie daß derselbe 
ihnen im Jahre 1394 Schloß und Markt Dürnholz mit aller 
Zugehörung verkaufte und als Mannslehen verlieh 3 ). 
Dieser letztere Kauf grade zu dieser Zeit ist einigermaßen 
beachtenswerth, weil eben damals im Jahr 1394 die Ungnade 
Johanns bei Herzog Albrecht eintrat, mit deren Ursachen man 
die Stellung desselben zu seinen böhmischen und mährischen Lehns 
herren in Verbindung gebracht hat. Die „Ungnade bei Herzog 
Albrecht", so wird der Sturz des mächtigen Hofmeisters, ans 
den wir schon mehrere Male hinzudeuten Gelegenheit hatten, in 
den Urkunden genannt, und es scheint, als ob man damit ab 
sichtlich die richtige Ursache habe verdecken oder entstellen wollen, 
>) Notizblatt 1854. 604 Nr. 209. 
2) Liecht. Archiv X. 49. 
2) I. 82. u. X. 49.
        

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