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bischöflicher Seite machten dreihundert fränkische Bogenschützen 
die Eröffnung des Gefechts, sie wurden aber vom Grafen von 
Ortenburg, von Konrad von Auffenstein und Dietmar von 
Liechtenstein in wilde Flucht geworfen. Sodann ging es auf 
der linken Seite des herzoglichen Heeres, wo die „drei köstlichen 
Steine Auffenstein, Liechtenstein und Licbenstcin" standen, von 
Anfang an siegreich her; auf der anderen Seite aber hielt 
Bischof Eckbcrt selbst auf das tapferste Stand und Herzog 
Bernhard mußte seine Truppen eine Weile zurückziehen und 
zu neuem Angriffe ordnen. Dieser gelang endlich und schlug 
zum völligen Siege um, als der siegreiche Flügel umkehrte 
und dem Bischof in die Flanke fiel. Dieser selbst mußte sich 
ergeben und wurde als Gefangener nach Schloß Finkenstein 
gebracht l ). 
Im Jahre 1228 bestätigte Herzog Leopold VI. als 
Zeuge einer Urkunde Otto's (der genannt wird dei gratia 
ratisxonsnpis ecclesie advocatus) für das Kloster Rcin^). 
Hier findet sich auch Dietmar als Zeuge, aber wie auch in 
der vorhergenannten Urkunde noch- nicht mit dem Namen von 
Ossenberg, sondern von Liechtenstein. Im Jahre 1232 befand 
sich Dietmar mit auf der großen Versammlung zu St. Lam 
brecht bei Kaiser Friedrich II., als dieser dort das Fest der 
Stiftsgründnng am 9. Juni feierte 1 2 3 ). 1238 erhielt er vom 
Abt Johann von Admont die Verleihung dieser durch Resigna 
tion Offo's von Teuffenbach erledigten Vogtei H. Ebenfalls noch 
unter dem Namen von Liechtenstein treffen wir Dietmar 1240 
in einer Urkunde des Klosters St. Georgen in Nicdcr-Oester- 
reich, welche ein Abkommen der Wittwe Konrads von HauS 
1) Balvasor, IV. 293. 
2) Mittler, Regg. 144, 239. 
3 ) Muchar, V. 127; Mittler Regg. zur Gesch. der salzburgischen 
Erzbischöfe 258. 401. 
0 Meiller, Regg. zur Geschichte der salzb. Erzbischöfe 271. 466.
        

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