362 
schon im Januar 1801 zum Oberstlieutenant avancirtc. Diesen 
Rang hatte er sich durch sein ferneres tapferes Verhalten im 
Jahre 1800 verdient. Er stand wiederum bei der in Deutsch 
land kämpfenden Armee unter dem Fcldzeugmeister Kray. Bei 
Schongau am Lech (11. Juni) vertheidigte er die Brücke gegen 
die stürmenden Franzosen mit größter Ausdauer. Zweimal ver 
wundet, harrte er aus, bis eine Kugel ihm das Bein zerschmetterte. 
Schwer verwundet fiel er in Gefangenschaft und wurde nach 
Augsburg gebracht. Hier fand er einen tüchtigen Chirurgen und 
gute Pflege, zu welcher sein Bruder Wenzel herbeieilte. Auch 
Moriz kam zu Besuch. Erst im October war er so weit her 
gestellt, daß er nach München gebracht werden konnte. Nach 
Wien zurückgekehrt, erhielt er 1801 das Ritterkreuz des Maria 
Theresicnordens *). 
Das unglückliche Jahr 1805 brachte auch ihm nur Trau 
riges. Als Oberstlieutenant gehörte er mit zur Armee Mack's, 
welche in Ulm capitulirte. So gcricth auch er wie sein Bruder 
Moriz zum zweiten Male in französische Gefangenschaft. Die 
folgenden Fricdcnsjahre verbrachte er eifrig im Dienst bei seinem 
Regimenté in der Provinz. 1809 avancirtc er zum Obersten 
und mit Beginn des Krieges zum Generalmajor^). Als solcher 
befehligte er eine Brigade im dritten Armeecorps, welches vom 
Prinzen Hohcnzollcrn befehligt war. Mit diesem Corps nahm 
er den thätigsten Antheil an der Schlacht bei Thann, welche 
Erzherzog Karl am 19. April noch in Baicrn gegen den Mar 
schall Davoust geschlagen hatte, und zwar bei dein Dorfe Hausen, 
bei welchem Orte hauptsächlich der Kampf stattfand. Die Theil 
nahme des Fürsten wird bei Hirtcnfcld also geschildert: „Der 
Commandirende und seine Generale Lusignan, St. Julien und 
Aloys Liechtenstein befanden sich immer an der Spitze der ver- 
>) Wolf, 268; vergl. Hirtenfeld ci. n. O. II. 851. 
2 ) Nach Hirtenfeld n. a. O. wurde er schon 1805 zum Obersten 
ernannt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.