356 
Als es mit der großen Armee im October wieder zum 
Vormarsch kam, welcher zur großen Schlacht bei Leipzig führte, 
erhielt Fürst Moriz mit seiner leichten Division zunächst die 
Aufgabe, in Verbindung mit der leichten Reiterei Thielmanns 
den Marschall Augereau aufzuhalten, der mit einem neuen 
Corps aus Franken in der linken Flanke der verbündeten Armee 
heranrückte. Der Streiszug, den er in Folge dieses Auftrags 
unternahm, führte ihn eine Zeit lang abseits der großen Armee. 
Zu schwach, das ganze Armeecorps des Marschalls Augereau auf 
zuhalten, bestand er doch höchst rühmliche Gefechte. Am 6. Octo 
ber stand er mit Thielmann bei Jena, mußte aber durch eine 
Recognoscirung erkennen, daß der Feind für sie zu stark sei. 
Dennoch ließ er, den Feind, der in Naumburg stand, aufzu 
halten, das auf seinem Wege liegende Dorf Wethau angreifen 
und besetzen und vertheidigte es (10. October) standhaft, als 
er mit großer Uebermacht angegriffen wurde. Als er sich, von 
Umgehung bedroht, nach Zeitz zurückzog, bestand er ein neues 
Gefecht bei Pretsch, das für ihn höchst ruhmvoll endete. Die 
Franzosen verloren an Todten und Verwundeten 1500 Mann, 
die Verbündeten nur 800. Fürst Moriz konnte sich wohl ge 
ordnet auf Zeitz zurückziehen. Von hier kam er auf der Straße 
nach Leipzig wieder in Verbindung mit der übrigen Armee. 
Sein Weg führte über Markranstädt, und hier stand er aus 
dem äußersten Flügel der großen Armee zunächst der von Norden 
heranrückenden Armee Blüchcr's. 
In dieser Stellung nahm er am 16. October, dem ersten 
großen Schlachttage, an jenem Kampfe theil, welcher unter 
Führung des Grafen Gyulay auf dem linken Ufer der Elster 
gegen Lindenau hin geführt wurde, gesondert von der Schlacht 
der großen Armee bei Wachau. Diese fast selbstständige Schlacht 
hatte hauptsächlich den Zweck gehabt, einen Theil der fran 
zösischen Armee an dieser Stelle zu beschäftigen und zugleich die 
Verbindung mit der bei Möckern kämpfenden Armee Blücher's 
aufrecht zu erhalten. Der Zweck wurde vollständig erreicht. Am
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.