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200 fl. B- Z., die ich in meinem Portefeuille hatte, nebst 
einigen Briefen von der Pcpi, welches alles in der Tasche war. 
Der Tag endigte damit, daß wir ein Terrain von s / 4 Stunden 
gewonnen, aber noch nicht so viel, als uns nöthig war. Ich 
mußte diese Nacht wie die vorige unter freiem Himmel zu 
bringen, 500 Schritte vom Feinde. Tags darauf sollten wir 
gleich nach dem Abkochen neuerdings angreifen. Es war bei 
läufig halb 12 Uhr Morgens, als ich bei Tisch mit 3 Offizieren, 
mit Taxis und meinem Adjutanten einige Kanonenschüsse hörte. 
Da ich diesen Morgen schon größtentheils bei den Vorposten 
zugebracht hatte, wo viel gefeuert wurde, so sagte ich bloß zu 
meinem Adjutanten, er sollte nachsehen, was es gäbe. Indessen 
kam mir, wie immer, eine Art Besorgniß, und ich ging auf 
der Stelle selbst dahin, ohne im Geringsten zu vermuthen, daß 
es zu einer Affaire kommen sollte. Ich nahm ein frisches Pferd, 
dessen ich nicht ganz sicher war. Auf 20 Schritt von meinem 
Hause fand ich schon alles in größter Bestürzung und Ver 
wirrung, die Straßen gehemmt und voll von Wagen und Flücht 
lingen, den Feind dicht hinter ihnen. Ich warf mich mit dem 
Regiment Lobkowitz-Chcvauxlegers, welches nicht weit von mir 
entfernt war, sogleich in den Weingarten, und nachdem ich mit 
demselben en Carriere vielleicht über 50 Gräben gesetzt hatte, fand 
ich dadurch ein Mittel, dem Feinde in den Rücken zu kommen, 
der unser Corps (des Feldmarschall-Lieutenants Ott) verfolgte, das 
schon ganz in der unordentlichsten Flucht begriffen war und 
durch die Raschheit, womit der Feind seine Angriffe machte, 
verloren zu sein schien. Die Stellung des Feindes war nämlich 
durch Bäume und vieles Gesträuch, dessen Front aber noch 
überdieß durch einen breiten Raum, der eine hie und da von 
Wasser durchschnittene oder ausgefüllte Snndstrecke bildete, ge 
deckt. Aus dieser Stellung mit Blitzesschnelle hervorbrechend, 
hatte es ihm gelingen müssen, unsere Vorposten zu werfen. In 
Zeit von 8 Minuten war er mitten in unserem Lager. — Die 
Lage änderte sich bei meiner ihm so unerwarteten Ankunft in
        

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