208 
aber noch nach Antwerpen, wo er liegen blieb. Der Bischof ließ 
Andachten zu seiner Genesung abhalten und stellte das heiligste 
Sacrament drei Tage lang aus. Nach vier Wochen war der Fürst 
wieder hergestellt, ließ viele Almosen an die Armee vertheilen 
und begab sich dann nach Brüssel, wo er in dem Hause des 
Marquis Botta den ganzen Winter blieb. Im Frühling 1752 
ging er über Namur nach Luxemburg, besichtigte dort die Festung 
und die Artillerie und kehrte darauf nach Wien zurück *). 
Als im Jahre 1753 mit dem Tode des Feldmarschalls 
Fürsten Lobkowitz das General-Militärcommando in Ungarn in 
Erledigung kam, wurde dasselbe dem Fürsten Wenzel übertragen. 
Unter dem 27. November wurde davon sowohl die ungarische 
Kammer wie die k. k. Hofkammer verständigt. Es heißt in 
diesem Schreiben des Kriegsraths, daß Jhro k. k. Majestät dem 
Fürsten diese Würde verliehen „in mildester Betrachtung deren 
sowohl von seiner uralten um das durchlauchtigste Erzhaus von 
Oesterreich sehr meritirten fürstlichen Familien anererbten, als 
deren eigenen mittelst etlich dreißigjährigen in Publicis et Mi- 
litaribus mit distinguirter getreuester Devotion und Integrität, 
auch unermüdeten ausnehmenden Eifer geleisteten ersprießlichen 
Diensten sich erworbenen ansehnlichen Verdiensten, besitzenden 
stattlichen Kriegscrfahrenhcit, Vernunft und Geschicklichkeit wie 
mehr anderer begleitenden fürstlichen Eigenschaften. . . 
Der Ausbruch des siebenjährigen Krieges fand ihn (1756) 
als commandirenden General in Ungarn. Zu allgemeiner Ueber- 
raschung aber legte er diese Stellung plötzlich nieder, wie es 
heißt, weil er mit den Verfügungen des Vicepräsidenten des 
Kriegsraths, Grafen Neippcrg, nicht einverstanden war und die 
selben nicht durchführen wollte 2). Aber der Artillerie-Inspection 
entsagte er nicht. In dieser Eigenschaft ging er nach Olmütz, 
um dort die Arbeiten zu leiten, welche nöthig schienen, diesen 
st Walberg, Gtenealogia. 
st Arneth, a. a. O. V. 2 und 468.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.