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sehr leidend war und dringend der Ruhe und Pflege bedurft 
hätte. Die Kaiserin schrieb ihm hierüber am 26. Februar: 
„Hochgeborner lieber Fürst! 
Sehr »«gerne vernehme Euer Liebden mißlichen Gesund 
heitsstand aus dem Schreiben vom 31. Januar und daß Sie 
aus dessen Veranlassung die Erlaubniß mehrmalens ansuchen, zu 
dessen Pflcgung sich anhero begeben zu dürfen. Unmögliches ge 
denke niemanden zuzumuthen, sonderlich Euer Liebden nicht, nach 
dem an Dero Erhaltung Meines Dienstes wegen nicht weniger 
Antheil Ich selbsten nehme, widersprechen kann aber nicht, daß sehr 
angenehm Mir wäre, wofern dieselbe (wenigstens einige Monate 
noch, wann es allenfalls auch nicht länger sein kunte) um des 
Königs ') Person zu bleiben vermöchten, als bis die dasigen Sachen 
eine viel günstigere Gestalt allem Ansehen nach überkommen 
lind das Beschwerlichste vermuthlich überwunden sein wird. Euer 
Liebden besitzen nebst Meinem vollkommenen Vertrauen auch des 
Königs seines. Wenigstens haben Sie das Glück, um vieles 
besser als meine vorhinnigen dasigen Commandirendcn bei dem 
selben zu stehen. An Beibehaltung dieses nemlichen Vertrauens 
lieget Meinem Dienst mehr als niemals, und können Sie sich 
unschwer vorstellen, wie unsicher es sei, ob ein anderer oder 
jemals oder doch so leichtlich dasselbe überkommen werde. Sie 
haben sich hiernächst zu Meiner gnädigsten Zufriedenheit mit so 
vieler Klug- und Bescheidenheit in denen eine Zeit hindurch für 
gewesten üblesten Umstünden aufgeführet, daß von Dero Gegen 
wart bei denen mit Gottes Hülfe nunmehro besser sich anlassenden 
eine so geschwind- als gedeihlichere Wirkung wie billig Mir ver 
spreche. Und nahet endlich die gute Jahreszeit im dasigen warmen 
Klimate mit Gewalt heran, wonach auch die Leibeskräfte so ge 
schwinder, wie ich hoffe, sich erholen werden, als auch mittlerweile 
i) Von Sardinien,
        

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