151 
mir auszumachen, wie er das Geld erhalte und Sie die Billette 
empfingen; es gäbe noch eine andere Idee, nämlich daß Se. 
kais. Majestät den Fürsten Licht, autorisirc, den Vorschuß zu 
machen, und das; Sie, ohne Erwähnung des Kaisers zu 
machen, das Geld durch den Herzog oon Braunschweig senden 
und demselben sagen, daß Sic dem Kronprinzen, sein Bedürfniß 
kennend, demselben diesen jährlichen Vorschuß machten; aber es 
müsse das Geheimniß bewahrt bleiben, und es sei absolut noth 
wendig, daß der Herzog niemals anders wisse, als daß der Fürst 
Licht, selbst den Vorschuß mache. Was sagen Sie von diesem 
kleinen Dienst? Ich glaube, wenn man es wohl überlegt, 
und wenn man uns allein, Ihnen und mir die Sache zu machen 
überläßt, daß dies ein bedeutender Dienst wäre, den man jetzt 
dem Kaiser in Anbetracht des Charakters des Kronprinzen 
machen könnte. ... Ich erwarte hierauf eine ernste und reelle 
Entschließung; wenn sie nur aufschiebend ist, so antworte ich 
nicht mehr, und das würde mehr Schlimmes als Gutes thun, 
da cs keine Wiederholung giebt. Ich empfehle Ihnen das Ge 
heimniß, vor allem aber vor Seckendorf; sonst würde man alles 
verderben." 
Von den Briefen des Fürsten ist ein Concept ohne Datum 
erhalten, welches, wie es scheint, auf den letzten Brief Suhm's 
antwortet. Der Fürst schreibt, daß man Neigung habe für die 
fragliche Angelegenheit und mit der nächsten Post oder später 
werde man die Entschließung melden. Die Angelegenheit werde 
nur zwischen einem Minister (das ist Bartenstein) und dem 
Kaiser abgemacht; das Geheimniß werde bewahrt nach seiner 
Empfehlung, er glaube, man werde sich am besten an einen 
Banquier in Breslau wenden, wohin der Kronprinz einen ver 
trauten Offizier schicken könne, das Geld in Empfang zu nehmen. 
Er bemerke aber, daß man ein Wort der Erkenntlichkeit wünsche, 
und er glaube, daß es am besten durch einen höflichen Brief 
geschehe, nachdem das Geld empfangen; das würde noch inehr 
die Freundschaft des Kaisers mit dem Kronprinzen binden, für
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.