«Oelerseck» dürfte nach Schaetti unter Umständen der Rest eines frühe- 
ren Talbodens darstellen. 
3.2 Boden 
Das mineralische Bodengerüst besteht entsprechend der geologischen 
Unterlage aus Haupt-Dolomit. Dieses Gestein ist mehr oder weniger 
zerkleinert abgelagert worden. Der Skelettgehalt ist dementsprechend 
gross. Der Boden ist sehr durchlässig und neigt zur Austrocknung. Der 
Humushorizont kann sehr michtig sein, wobei er dann viel organische 
Substanz enthàlt. Es handelt sich um einen Dolomitrendzinen-Boden 
( Humuskarbonat-Boden ). 
3.3 Verrüfung und Erosionen 
In dem von Klenze (1879) aufgestellten Flächenverzeichnis der Al- 
pen wird für den Zigerberg 13870 Klafter unproduktive Fläche 
aufgeführt, was rund 5 Hektaren entspricht. Was für Kategorien diese 
Fläche umfasste und wie sie ermittelt wurde, geht aus der Zusammen- 
stellung nicht hervor. Tatsache ist, dass die unproduktive Fläche, zählt 
man Schutthalden und Fels zusammen, heute wesentlich grôsser ist (57 
ha). Es ist kaum anzunehmen, dass sich Rüfen in den vergangenen 100 
Jahren so stark ausgebreitet haben. Das zeigt auch ein Vergleich zwischen 
den ersten Flugaufnahmen Anfang der 40-er Jahre und den letzten 
(1978), die keine grossen Unterschiede in der Bewaldung deutlich ma- 
chen. 
Am südexponierten Einhang des Zigerberges befinden sich zwei Rü- 
fen, das Bärentobel und das Leuentobel. Beide haben eine recht grosse 
Ausdehnung, erodieren aber kaum an deren Rändern, was aus der Vege- 
tation an verschiedenen Stellen der Rüfen abgeleitet werden kann. Das 
an die Rinnen anstossende Dolomitgestein ist zu hart, als dass sich star- 
ke Erosionen einstellen kônnten. Wohl sind lokal Erosionsherde sicht- 
bar, so z. B. am Valorschbach auf 1260 m Hôhe, doch eine starke Aus- 
dehnung ist nicht zu erwarten. 
Die westliche Abdachung des Zigerberges wird vor allem im unteren 
Teil von kleineren und grôsseren Tobeln und Rüfen durchzogen. Da hier 
jedoch der Dolomit noch stärker als auf der Südseite aufgeschlossen ist, 
konnte sich das Wasser nur in engen, schluchtartigen Einschnitten durch 
die Felswände hindurchfressen. In den hóheren Regionen, wo sich das 
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