Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
10
Erscheinungsjahr:
1984
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000012263/33/
Bodenschätze oder über die Agrarproduktion, über die Energiequellen und vor allem über die industrielle Produktion und über das militä­ rische Potential, die erdrückende Überlegenheit der Millionenheere, die erdrückende Überlegenheit auf dem Land, auf dem Wasser, in der Luft und zu allem hinzu die Atomwaffen und andere Superwaffen! Wenn man das vergleicht, dann wird man allerdings leicht zur Re­ signation gedrängt. Sogar prominente Politiker scheinen sehr stark unter diesem Eindruck zu stehen. Dafür ein besonders eindrückliches Beispiel für viele: 
Olof Palme, damals (wie heute wieder) schwedischer Ministerpräsident, hat in dem bereits zitierten Wiener Vortrag von 1971 folgende erstaun­ liche Feststellungen gemacht: «Es gibt nämlich eine klare Trennungs­ linie zwischen Supermächten und übrigen Staaten, nicht zuletzt auf Grund des einzigartigen technischen Niveaus der Supermächte. Die technische und industrielle Entwicklung begünstigt in erster Linie die­ jenigen, die bereits gross und stark sind. Heute fordert die avancierte Forschung einen derartigen Einsatz von Geld und Personal, wie es sich nur die wirklich Reichen leisten können. Eine der Folgen hievon ist die ständig wachsende technologische Kluft zwischen den Super­ mächten einerseits und andererseits sämtlichen übrigen Ländern der Welt.» (österr. Zeitschrift für Aussenpolitik, 11. Jg., Heft 4, S. 239ff.) Gegenüber diesen Zahlen wäre immerhin an einige andere Zahlen zu erinnern, die doch auch sehr eindrücklich sprechen: Der Kleinstaat Schweiz — ohne Bodenschätze — soll nach neueren Zahlen das höchste Pro-Kopf-Einkommen der ganzen Welt haben. In der Sta­ tistik des Brutto-Sozialproduktes (in absoluten Zahlen) steht er an 23. Stelle, in der Statistik des Aussenhandels an 11. bzw. 12. Stelle. Ich glaubte auch etwas von der grossen wirtschaftlichen Entwicklung Liechtensteins vor Augen zu haben, aber sie ist mir doch erst durch die dokumentierte Darstellung von Gerard Batliner (Liechtenstein Politische Schriften, Bd. 6, 1976, S. 163f.) voll bewusst geworden. Einleitend steht dort: «1809 schreibt Landvogt Josef Schuppler über Liechtenstein: ,Es ist vielleicht das ärmste Land, das es in der Welt geben mag!'» Dann aber die erstaunliche Feststellung nach anderthalb Jahrhunderten — Arbeit und Anstrengung — «Seit etwa 1965 zählt Liechtenstein zu den wohlhabendsten Ländern der Welt.» 35
        

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