Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
10
Erscheinungsjahr:
1984
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000012263/196/
parates organisierten Konferenzen und Tagungen, die sich mit Fragen wie Naturschutz, Erfindungspatente, Umweltschutz, Denkmalpflege, Heimatschutz befassten, auf.24 Parallel zu dieser Annäherung auf Regierungsebene nahmen seit 1971 liechtensteinische Landtagsabgeordnete auf Grund einer entsprechen­ den Einladung regelmässig als ad hoc-Beobachter an Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung teil. In dieser Zeit fanden auch direkte Kontakte zwischen einerseits dem Präsidenten der Parlamen­ tarischen Versammlung und dem Generalsekretär und andererseits dem Landtagspräsidehten und Vertretern der Regierung statt. Diese Vorbereitungsgespräche, die inzwischen bestehende Mitarbeit Liech­ tensteins im Europarat und vor allem die regelmässige Teilnahme liechtensteinischer Abgeordneter als ad hoc-Beobachter in Strassburg führten am 27. 11. 1974 zur Zuerkennung des offiziellen Beobachter­ status an Liechtenstein in der Parlamentarischen Versammlung. Kurz danach, am 7. März 1975, wurde die Anzahl der liechtensteinischen Beobachter durch Beschluss des Ständigen Ausschusses der Parlamen­ tarischen Versammlung von zwei auf vier, nämlich zwei Vertreter und zwei Stellvertreter, erhöht.25 Die Verleihung des offiziellen Be­ obachterstatus war für Liechtenstein ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung seiner Beziehungen zum Europarat, da gemäss der Pra­ xis der Parlamentarischen Versammlung der Status eines Beobach­ ters nur offiziellen parlamentarischen Vertretern von demokratischen europäischen Nicht-Mitgliedsstaaten zuerkannt wird. In der Regel war die Zuerkennung dieses Beobachterstatus eine Vorstufe zur Mit­ gliedschaft. Einzige Ausnahme bildet bis heute eine Beobachterdele­ gation von Israel. Die offizielle Beobachterstellung gab der liechten­ steinischen Delegation die Möglichkeit, an sämtlichen Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung, jedoch ohne Stimmrecht, teilzu­ nehmen und dort das Wort zu ergreifen. Sie konnten damit auch an allen Arbeiten der parlamentarischen Kommissionen und den sonsti­ gen Aktivitäten auf parlamentarischer Ebene teilnehmen. Nach einem offiziellen Besuch des Generalsekretärs des Europarates, Dr. Kahn-Ackermann, in Liechtenstein im März 1975 beschloss die 84 Siehe dazu: «Bericht und Antrag der Fürstlichen Regierung an den Hohen Land­ tag über die Beziehungen des Fürstentums Liechtenstein* zum Europarat» vom 5. Mai 1975. 25 Siehe dazu: «Bericht und Antrag der Fürstlichen Regierung an den Hohen Land­ tag über die Beziehungen' des Fürstentums Liechtenstein zum Europärät» vom 5. Mai 1975. 206
        

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