Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
10
Erscheinungsjahr:
1984
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000012263/195/
Die Konferenz soll Gemeinde- und Regionalbehörden als internatio­ nales Forum dienen. Die Konferenz arbeitet ähnlich wie die Parla­ mentarische Versammlung des Europarates. Sie tritt einmal jährlich in Strassburg zusammen und hat verschiedene Fachausschüsse. Ihre Mitglieder sind gewählte Vertreter der Gemeinde- und Regionalbe­ hörden der Mitgliedsstaaten. Wie die Parlamentarische Versammlung, besteht sie aus 170 Delegierten und 170 Stellvertretern. IL Die Entwicklung der Beziehungen Liechtensteins zum Europarat Sieht man von der Teilnahme von drei liechtensteinischen Vertretern bei dem obengenannten privaten Kongress in Den Haag im Mai 1948 ab, hat Liechtenstein die ersten 20 Jahre nach Gründung wenig Beziehungen zum Europarat gehabt. Dies mag verschiedene Gründe gehabt haben: Liechtenstein war die ersten 20 Jahre nach Kriegsende vor allem mit dem Aufbau seiner Wirtschaft beschäftigt; seine aus- senpolitische Tätigkeit begann erst in den 60er Jahren ein grösseres Ausmass anzunehmen. In den 50er Jahren und der ersten Hälfte der 60er Jahre standen für die liechtensteinische Aussenpolitik mehr das Vertragsverhältnis zur Schweiz und die Beziehungen zu globalen in­ ternationalen Organisationen im Vordergrund (Beitritt zum Inter­ nationalen Gerichtshof, zum Weltpostverein, zur Internationalen Fernmeldeunion usw.). Im europäischen Bereich galt das erste Inter­ esse Liechtensteins der EFTA, der es 1960 durch ein Protokoll for­ mell beitrat. Gegen die zweite Hälfte der 60er Jahre befasste sich Liechtenstein mit einer möglichen Annäherung zum Europarat, und es fanden die ersten Kontakte mit Vertretern dieser Organisation statt. Ab 1969 wurden dann die Beziehungen mit zunehmender Intensität entwickelt. In diesem Jahr erfolgte der erste offizielle Besuch des Regierungs­ chefs in Strassburg (28. 10. 1969),23 und Liechtenstein trat den ersten fünf Europäischen Konventionen bei. 1972 kamen zwei weitere Europäische Ubereinkommen hinzu. Ab 1970 traten die ersten liech­ tensteinischen Vertreter an verschiedenen, unter der Ägide des Euro­ 23 Siehe dazu: «Rechenschaftsbericht der Regierung des Fürstentums Liechtenstein an den Hohen Landtag für das Jahr 1969». 205
        

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