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3. Auftritt. 
Türmer (die Turintreppe herabsteigend begegnet dem aus dem 
Torbogen kommenden Torwarte!): 
Guata Morga, Reinhart! 
Torwarte! (gähnend): O än, Sebi. 
Türmer: Lascht guat g'schlofa? 
Torwarte!: Io — und du? 
Türmer: (gähnend): I o. 
Stallknecht (tritt im Hintergründe auf, ein Pferd am Zügel 
führend; pfeift; beginnt das Pferd zu „striegeln".): 
Le, Isabella, komm Hera, mar wend di schö mach«. 
(Singt): Es tät ein Knabe reiten 
Anis Morgenrot hinaus 
Auf blut'ger Walstatt streiten, 
Im ivilden Schlachtgebraus. 
Trabe, Rößlein, trabe, 
Trabe — hopp, hopp, hopp .... 
Äha, aber net jetz schol (Pfeift.) 
Türmer: Öberhopt i ka gär net begrifa, wia d'Lüt 
uf der verrvckt Gedanka ko sind, i aller Lergottsfrüaji 
scho ufstohl 
(Mägde mit Kübeln, Wasser holend, treten auf.) 
Torwarte!: Das ha i o scho denkt. 
Türmer: Do ischt der Ritter Alrich vo Guataberg halt 
an andara. 
Torwarte!: Der, wo grad vorig öbara Los dori glofa 
ischt? Io, das ischt net a so a Schlofhuba, wia 
miar zwe. Der ischt scho di halb Nacht uf! Aber, 
Sebi, säg mer amol, warom haßt denn der grad nett 
a so wia üser Schloß? And was tuat er denn bä üs? 
Türmer: Io mein, halt a beh 's Lännveh absträfa. 
Wäscht, dia Burg Guataberg hät amol ama mächtig« 
Ritterg'schlecht g'hört, da Ritter vo Frauenberg und 
Gutenberg. And dua ischt amol an dütscha König gse, 
der het Albrecht g'häßa und das ischt an Buab gse 
vom Rudolf vo Labsburg. And met dem König 
Albrecht hend si d'Ritter bä üs umanand gär net recht 
vertret und dua hend s' na äfach um'brocht, im Aar 
gauisch« dinna.
        

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