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j freiheit gewährleistet werden. Auch ist in je 
der Beziehung völlige Freizügigkeit erforder 
lich. Don den Persönlichkeiten, die gewißer 
maßen als Garanten dieser Konzession auftre 
ten, werden in Oesterreich befindliche und dort 
zu realisierende Garantien Herrn Walser ge 
genüber dafür gestellt, daß kein Widerruf 
- der Konzession vor den ersten beiden Lotterien 
erfolgt. 
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Es.folgen sohin noch: 
3. ' Organisation. . 
4. Beteiligtenwechsel. 
5. Recht und Rechtsständ. 
lDeutsches Recht, Gerichtsstand, Stadt Frank 
fürt a. M.) 
Düsseldorfs am 29. Nov. 1926. 
Barmer Bankverein 
Hinsberg, Fischer & Comp. 
Kommanditgesellschaft • 
Ende des Jahres 1928 reiste Walser nach Rumä- \ 
nien und wurde ihm vom Barmer Bankverein bei 
der Banca Commerziale Italiana in Bukarest ein De 
pot von ÄlM'. 300.000 zur Verfügung gestellt. Dieses 
Depot wurde aber vorläufig noch nicht freigegeben, 
woraus geschlossen werden muß, daß die Freigabe je 
denfalls im Sinne der vorerwähnten Darstellung Dr. 
Rasches an die Bedingung der effektiv erfolgten Kon- 
zesfionserteilung durch die Rumänische Regierung qe- 
. knüpft sein sollte. - " ' 
Anfangs Januar 1927 reiste Walser wiederum 
nach Rumänien, wo er Anstrengungen machte, ge 
meinsam mit Bauer bei der Rumänischen Regierung 
die Konzession zu erwerben. . 
Der Barmer Bankverein erkundigte, sich bei Wal 
ser wiederholt nach dem Stande- der Lotterieangele? 
genheit. Dr. Rasche war Ende 1026 persönlich in 
Bukarest, um an Ort und Stelle Erkundigungen ein 
zuziehen. Dies- war zur Zeit als Walser gemeinsam 
mit Georg Bauer und Jakob Wechsler aus Berlin - 
' die ■ ersten Vorbereitungen für den Konzessionserwerb 
in Rumänien getroffen haben. Am 1.- Februar 1937 
erhielt der Barmer Bankverein .aus Bukarest fol 
gendes Telegramm: 
aus Aktien, Düsseldorf. . 
gez. Harney, Bändel, gez. Hinsberg, gez. Walser. 
Bereits vor Abschluß dieses Kreditvertrages hat-' 
te sich Walser mit Thöny in Verbindung gesetzt und/ 
ihn in den Plan der Rumänischen Klassenlotterie ein 
geweiht, weiter auch in die Bedingung, unter welcher 
der Barmer Bankverein in den Kredit von RM. 
300.000 zu Verfügung stellte, nämlich die Garantie 
der Liechtensteinischen Landesbank, - eröffnete Walser 
dem Mitbeschuldigten Thöny und bestimmte ihn, diese 
Garantie der Landesbank gegenüber dem Barmer- 
Bankverein abzugeben. Thöny war hiemit einverstan 
den, fertigte die Garantieverpflichtung im Beisein Dr. 
Rasche in Vaduz aus und übergab sie Walser, u.zw. 
am 28. .November 1926 im Büro der Landesbank in 
Vaduz. Dieser seinerseits überbrachte dieselbe am 29. 
November 1926 nach Düsseldorf dem Barmer Bank 
verein. . ' i 
Hervorzuheben ist aus diesem Kreditvertrag die 
Bestimmung, daß der Kredit gewährt sind, , zum Zwecke 
der Konzessionserwerbung für die Klassenlotterie in 
Rumänien. 
Es ist in dem schriftlichen Vertrage nicht ausdrück 
lich gesagt, daß der Betrag von RM. 300.000 erst nach 
der Konzessionserteilung für die Klassenlotterie in Ru 
mänien zur Verfügung gestellt werde. Dr. Rasche be 
hauptet, in seinem an Zeugen statt dem Landgerichte 
Düsseldorf eingereichten Expose, daß- zunächst fixiert 
worden sei, daß die Inanspruchnahme des Kredites, 
erst erfolgen sollte, wenn die. Rumänische Regierung 
Walser die Konzession zugesagt habe und auch die An 
geklagten Walser und Thöny bestätigen dies. 
„Geschäft perfekt stop Auf meinen Na» ! 
men erhalten stop Habe über die Hundert- ; 
vierzigtausend verfügt stop. Habe Derpflich- : 
tung übernommen Donnerstag Rest zu be- ; 
zahlen stop Benötige sofort über Konto ver- ! 
fügen zu 'können stop ' Mit Banca Kommer- 
. ziale Italiana folgendes vereinbart stop Da 
mit ihrer Bank, keinen .Telegraphenschlüssel 
telegraphiert diese per Radio an Mitteldeut-' 
sche Kreditbank Frankfurt a. M. Selbe 
ist berechtigt, gegen Ihre Legitimation Ihren 
Auftrag entgegenzunehmen, daß Anton Wal 
ser und Georg Bauer über das Konto Anton 
. Walser verfügen können. stop. Bitte noch j 
morgen Mittwoch unbedingt Frankfurt zu ' 
fahren dort diesen Auftrag zu erteilen und 
dafür' zu sorgen, daß dieser Auftrag per Ra 
dio oder Dringtelegramm an Banca Com 
merciale geht, da Donnerstag unbedingt un 
aufschiebbar zahlen muß stop. Ich stelle be 
wußte Bankgarantie stop Drahtet mit, ob 
Harney nächste Woche 'Wien kommen will, 
wo ihm Vertrag vorlegen werde, stop. Durch 
Ausdauer zum Siege. Besten Gruß an Har 
ney und Sie stop Drahtet sofort ob Auf- 
ttag abgegangen? - 
Anton Walser, Exzelsior-tzotel, 
Bukarest. 
Dr. Rasche behauptet, daß die Freigabe des De-- 
Pots von RM. 300.000 bei der Firma Banca Com- 
merzile Italiana in Bukarest an Walser erst gestützt 
auf dieses Telegramm erfolgt fei.
        

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