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Präsident: £ des Strafgesetzes auch ausgedehnt werden müssen. 
I Präsident: Wir müssen die Angeklagten über die- 
f sen Punkt fragen, Haben Sie, Thöny, Kenntnis ge 
nommen von der Ausdehnung der Strafklage gegen 
Sie, wonach Sie nicht nur angeklagt sind, die Landes 
bank an ihrem Vermögen, sondern auch an. ihren Rech 
ten aus Kontrolle geschädigt zu haben. Geben Sie sich 
schuldig in diesem Punkt? 
Thöny: Ich nehme es zur Kenntnis, wasj der Mir 
Staatsanwalt gesagt hat. 
Präsident: Und hinsichtlich der Schuldfrage? 
Thöny: Schuldig bekenne ich mich nicht. 
Präsident: Sie geben die gleiche Erklärung ab, wie 
zu den übriger! Anklagepunkten? Carbons ich richte 
an Eie die gleiche Frage. Sie haben Kenntnis genom 
men von der Ausdehnung der Anklage gegen Sie, 
ich frage Si^ anerkennen Sie die Ausdehnung der 
Anklage. 
Carbone: Nein. Weil ich von den Buchungen 
überhaupt nichts gewußt habe. 
Präsident: Sie geben die gleiche Erklärung ab 
wie Thöny? 
Carbone: Ja. 
Präsident: Wals« ? 
Wals«: Erste Frage ja, zweite Frage, nein. 
Präsident: Walser, Sie nahmen Kenntnis, ja, geben 
sich. nicht schuldig, nein. 
Walser: Ja. 
Präsident: Beck? 
Beck: Ich nehme Kenntnis von der Ausdehnung 
der Anklage und stehe im übrigen auf dem Standpunkt 
meiner früheren Aussage. 
Staatsanwalt: Auch von der vom Samstag auf 
meine Frage: „Waren Sie sich dessen bewußt, daß 
mit der Verunmöglichung der Buchungen, mit der Nicht 
eintragung der Verwaltungsrat - der Kontrolle benom 
men war, und daß b« Regierung die Möglichkeit der 
Kontrolle fehlte, damals am Samstag gaben Sie 
das zu. 
Beck: Ich gebe zu, daß der Regierung Md der 
Kontrollstelle Meinetwegen diese Möglichkeit fehlte, aber 
ich gebe nicht Kr, daß ich die Möglichkeit hätte geben 
sollen, das big nicht" in Meinem Ermessen. 
Staatsanwalt: Aber-daß Sie wußten, daß mit'der 
Nichtbuchung ihr dieses Recht entzogen wurde, daß 
Sie dieses Recht auf Kontrolle beeinträchtigten und ihr 
die Kontrolle verunmöglicht wurde? 
Beck: Ich nehme Kenntnis von der Ausdehnung 
der Anklage und bestätige nur meine Ausfage von früher. 
Dr. Huber: Als Verteidiger des Thöny rede ich, zu 
sammenfassend für alle Angeklagten; es geht unter kei 
nen Umständen an, daß im letzten Moment,- nach durch 
geführter Beweisoerhandlung etwas hineingeschmuggelt 
wird, über dessen Tragweite die Angeklagten gar keine 
Vorstellung hatten. Ich bedaure auch dieses Vorgehen, 
denn es scheint mir ein Mittel angewendet zu sein, ins 
besondere gegenüber den Verteidigern, daß wir selbst 
verständlich nicht annehmen könnten, da das in letzter
        

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