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Walser: Mir war von'diesen Ausführungen nichts be- 
konnt, sonst hätte ich früher Gelegenheit genominen, dazu 
Stellung zu nehmen. Hätte ich gewußt von dieser Sache, 
wäre es mir leicht gewesen, Werturteile vom Vorsteher von 
Schaan über Persönlichkeiten, mit denen er heute Arm in 
Arm geht, von den Jahren 1918 und 1919 abzugeben. Wert- 
urteile, die er dazumal gefällt hat und Werttirteile, die er 
heute fällt, je nachdem, in welchem politischen Lager derselbe 
ist. Ich kann mich genau erinnern, daß Vorsteher Risch über 
Personen, die heute im Bürgerparteilager hohes Ansehen 
genießen oder wieder genießen, sehr abfällig gesprochen hat 
in einer Art und Weise, wie ich es als politischer Feind 
eines anderen nie tun würde. Man kann sich verschieden 
einstellen. Zwischen politischer und persönlicher Feindschaft 
ist nach meinem Ermessen ein Unterschied, und sie soll nie 
soweit gehen, daß 
Präsident: Ich möchte nur bitten, keinen polittschen 
Bortrag zu halten. 
Walser: Die anderen Punkte, die bekannt sind, habe ich 
vor dem Untersuchungsrichter niedergelegt. Das Beweis- 
verfahren hat das Gegenteil bezeugt. 
Präsident: Sie sehen, wie nutzlos es ist, solche Geschichten 
zur Verlesung zu bringen. 
Dr. Guntli: Es handelt sich weniger um Sie, Herr Wcil- 
ser, als um Schädler. 
Präsident: Ordnungsnümmer 42. 
Dr. Guntli: Ich möchte bitten, das zu verlesen. Es bil 
det eine Entgegnung auf das gestern verlesene Protokoll des 
Rechtsagenten Bllhler. 
Präsident: Vorausschicken möchte ich, daß wir mit der 
Verlesung heute fertig niachen wollen, daß wir vielleicht die 
Sitzung ausdehnen müßten bis abends. Wenn Sie gerne 
nachmitags oder abends Sitzung halten wollen, bitte ich nur 
recht viele Aktenverlesungen zu verlangen. 
(Nr. 42 wird nicht verlesen.) 
Ordnungsnununer 45: Einvernahme der Frau Jda Beck. 
Dr-. Rittmeyer: Ich bitte, nur den Nachtrag zu verlesen. 
Präsident: Bemerkungen? 
Walser: Ich niöchte bemerken, daß diese Ausführungen 
nicht diejenigen sind, die unserer Unterredung zugrunde lagen, 
ich habe tatsächlich gesagt, Nico Beck ist nicht allein schuld. 
Hätte ich niemand beigezogen, hätte ich - den Karren laufen 
lassen, wäre es anders gekommen, ist der Sinn der ganzen 
Sache. Aber eine Schuldabwälzung auf mich allein hat nicht 
stattgefunden mrd eine solange Unterredung, wie sie dargetan 
wird über diesen Punkt, hat auch nicht stattgefunden. Die 
Ursachen, die zu dieser Unterredung geführt haben, wird die 
Verteidigung bringen. 
Präsident: Ordnungsnummer 52, Bürgschaftsschein 
Barmer Bankverein. 
(Wird nicht verlesen.) 
Präsident: Dossier Via wäre nun erledigt. 
^ Dossier VIb: 
M Wir dürfen uns die Verlesung der meisten Akten erspa- 
Men, weil Dossier VIb hauptsächlich über zivilrechtliche Fragen 
«ch ausspricht und zum Teil auch über polttische Dinge. 
Dr. Budschedl: Ich verzichte, wenn auch anderseits ver 
zichtet wird. 
Präsident: Verlangt wurde Ordnungsnunimer 81, Voll 
macht vom 7. Jänner 1927. 
(Wird verlesen.) 
Ordnungsnummern: 22, 24, 27, 28, 33, 41. : 7 
(Nicht verlesen.) 
Präsident: Es ist noch beantragt gewesen in Vis Ber- 
lesung von 48s, Einvernahme Werner Schmidt. 
(Wird nicht verlesen.) 
Dr. Budschedl: Ich habe auch die Verlesung von Vis 
Ordnungsnummer 47 beantragt, Uebersicht über Telephon- 
gespräche vom Fernsprechamt Wien. 
. Präsident: Wie steht es mit 48a? Wenn die Verlesung 
nicht verlangt wird, würden wir uns das schenken. 
Ordnungsnummer 47 aus Vis, Bundespolizeidirektton 
berichtet über Telephongespräche. 
(Wird verlesen.) 
Daniit haben wir Dossier Vis und Vitt erledigt, wir 
kon'imen zu Dossier VII. Faszikel 1, Koburg. 
Präsident: Der Herr Staatsanwalt hat alles zur Per- 
lesung beantragt, die Herren Verteidiger haben gewisse Zif 
fern angegeben, ich glaube aber nicht, daß es notwendig ist, 
alles zu verlesen. < 
Ordnungsnunimer 11 ist nicht verlangt. 
(Wird nicht verlesen.) 
Ordnungsnummer 15, Vertragsentwurf zwischen Spar- 
und Leihkasse, vertreten durch Nico'Beck und Jnvesttng Cor 
poration. 
(Wird verlesen.) 
Ordnungsnummer 16. ein Schreiben des Prinzen Ciril 
von Bulgarien. 
(Wird nicht verlesen.) 
Ordnungsnununer 17, Entwurf für den Gründungsver- 
trag der Jnvesttng Corporatton. 
(Wird nicht verlesen.) 
Ordnungsnununer 18, Schreiben Dr. Bollert an Spar- 
lasse vom 7. Februar 1928. 
(Wird verlesen.) 
Ordnungsnummer 22, Schreiben an die Jnvesttng Cor 
poration. 
(Wird nicht verlesen.) 
Ordnungsnummer 23, Visttkarte Werner Schmidt. 
Ordnungsnunimer 25, ein Schreiben Justus an Beck. 
(Wird verlesen.) 
Ordnungsnummer 26. eine Quittung, gezeichnet von 
Carbone. 
(Wird verlesen.) 
Ordnungsnummer 29, Schreiben an Dr. Eisler. ' 
(Wird verlesen.) 
Präsident: Faszikel 2: 
Ordnungsnummer 1. Es ist die Abrechnung die wir schon 
einmal vernommen haben beiin Verhör des Nico Beck.- Die ist 
bekannt.
        

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