Quellensammlung 
  
Für das Rechnungswesen kann die Commission ein Mitglied aus ihrer Mitte 
wählen. 
d. Sofern eines der gewählten Mitglieder dieser Commission während seiner 
Amtsdauer öffentlich sittliches Ärgernis giebt und dieses nach genauer 
Untersuchung erwiesen wird, kann das Pfarramt Sevelen im Interesse des 
guten Rufes der evangelischen Gemeinde Triesen dessen Austritt veran- 
lassen, was immerhin auf eine móglichst schonende Weise geschehen soll. 
Sollte es ihm nicht gelingen, das betreffende Mitglied freiwillig zum Rück- 
tritt zu bewegen, so hat es danach das Recht, statt desselben ein anderes 
Mitglied wáhlen zu lassen, nachdem es dem betreffenden angezeigt hat, 
daß und warum sein Ausschluß aus der betreffenden Commission nóthig 
geworden sei. 
11. Diese Statuten können je nach Bedürfnis später, jedenfalls aber erst nach Ab- 
lauf eines Jahres abgeändert werden. Die Statuten sollen neu eintretenden 
evangelischen Gemeindegliedern zur Kenntnisnahme vorgelegt werden. 
12. Zusatzbestimmung aus dem Jahre 1885: 
Für den Fall, daß die evangelische Gemeinde in Triesen aus irgendwelchem 
Grunde sich auflösen sollte, so wird über das von ihr im Jahre 1885 als Eigen- 
thum erworbene Haus No 43 in Triesen bestimmt wie folgt: 
a. dasselbe soll wo immer möglich, seinen ursprünglichen Zweck, ein Ver- 
sammlungshaus für den gemeinsamen Gottesdienst evangelischer Bewoh- 
ner in Triesen zu sein, nicht entfremdet werden. 
b. Zu verfügen hat darüber in erster Linie das evangelische Pfarramt Sevelen 
solange dasselbe von einem Pfarrer der positiv-biblischen Richtung ver- 
waltet wird; andernfalls geht das Verfügungstecht an die evangelische 
Gesellschaft in St. Gallen über. 
Also beschlossen in der Gemeindeversammlung zu Triesen den 8. Herbst- 
monat 1885. 
Aktenzeichen: LRA Jg. 1881 Reg. Fasz. Nr. 869 odet Protokollbuch fiir die evan- 
gelische Gemeinde in Triesen, das im Besitze des Pfarramtes der evangelischen 
Kirche im Fürstentum Liechtenstein ist. 
Bei den vorhandenen Kirchenordnungen bestehen geringfügige Textabweichun- 
gen. 
Bemerkungen: Außer Kraft. 
1916 Dezember 15. 7 
Gesetzesentwurf des bischöflichen Ordinariates betreffend die Aufbesserung 
der Bezüge der Seelsorger 
Mit Zustimmung des Landtages verordne ich einvernehmlich mit dem bischöfli- 
chen Ordinariate von Chur wie folgt: 
$1 Zur Aufbesserung der Bezüge (Congrua) der im Fürstentume kirchlich be- 
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