Quellensammlung 
  
$44 
dieses Unterrichtes auch einzelne hiefür befáhigte Geistliche oder Schul- 
lehrer ermächtigen. 
Das Nähere über die Ausbildung der Schulaspiranten hat das Regierungs- 
amt zu bestimmen. 
Kein Schulamtskandidat kann zu einer wirklichen Anstellung eher gelangen, 
als bis er eine Pfüfung in sämtlichen Lehrgegenständen, dann im Gesang 
und Orgelspiel mit gutem Erfolge abgelegt, und sich über ein gutes, reli- 
gióses und sittliches Betragen ausgewiesen hat. 
Titel VIII. Von dem Schullehrergehalte. 
$58 
Der Organisten- und MeDnerdienst kann mit dem Schuldienste verbunden 
wetden, sofern es dem Schulinteresse nicht nachtheilig ist. 
Der Organisten- und MeBbnergehalt darf in den Normalgehalt des Lehrers 
nicht eingerechnet werden. 
Titel I X. Von der Besetzung der Schullehrerstellen. 
$ 63 
§ 64 
§ 67 
Von jeder eintretenden Erledigung eines Schuldienstes ist durch das 
Pfarramt und Schulkommissariat dem Regierungsamte Anzeige zu erstatten 
und ein Antrag wegen einstweiliger Verwesung des Dienstes beizufügen. 
Das Schulkommissariat hat einen genauen Ausweis über das Dienstein- 
kommen beizufügen, und dabei namentlich auf den Ertrag des Organisten- 
und Meßnerdienstes, so wie auf die Möglichkeit der Vereinigung dieser 
Dienste Rücksicht zu nehmen. Außerdem ist dem Berichte anzugeben, wem 
die Verleihung dieser Nebendienste nach Urbarien oder nach sonstiger 
Uebung zustehe. 
Wenn eine Schulstelle, mit welcher der Organisten- und Mefinerdienst vet- 
einiget ist, durch Begebung oder sonst künftig erlediget wird, so ist auch 
der Organisten- und MeBnerdienst ohne weitern Anspruch des bisherigen 
Besitzers für erledigt anzusehen. 
Titel X. Schlußbestimmungen. 
$ 68 
Das Schulgesetz findet auch auf die im Lande stehenden Schwester-Schulen 
Anwendung, soweit nicht besondere vertragsmüige Abkommnisse mit den 
Obern der Schulschwestern eine Ausnahme begründen. 
Die Gehalte der Schulschwestern werden wie bisher von Fall zu Fall durch 
Verträge festgesetzt. 
Aktenzeichen: LRA NS 1859. 
Bemerkungen: Außer Kraft; aufgehoben durch LGBI. 1929 Nr. 13. 
381 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.