Quellensammlung 
  
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det Naturgeschichte, Naturlehte, Geschichte, Geographie, Landwirth- 
schaft u. s. w. 
Die Eintheilung der Lehrgegenstinde und Stunden ist vorziiglich Sache 
des Lehrers, der sich hierüber mit dem Lokalschulinspektor ins Vernehmen 
zu setzen hat. 
Der Religionsunterricht in den Schulen liegt den Seelsorgern ob, wobei 
ihnen die Lehrer in Betreff des von den Schülern zu Exrlernenden beizu- 
stehen haben. 
Ueber den Umfang und Stufengang des Elementatunterrichtes, sowie auch 
über die Lehrmethode wird der von dem Regierungsamte zu erlassende 
Lehrplan das Nähere enthalten. 
Die Obliegenheiten des Lehrers umfassen nicht bloß den Unterricht, sondern 
ebenso sehr die sittliche Bildung der ihm anvertrauten Jugend im ganzen 
Umfang und Geiste der christlichen Pädagogik. Dahin gehört namentlich 
sotgfáltige Aufmerksamkeit auf das Betragen der Jugend in und aufer der 
Schule, Einschätfung des Gehorsams gegen geistliche und weltliche Behör- 
den, Gewinnung des Zutrauens und der Liebe in den Herzen der Kinder und 
der Eltern u. s. w. 
Titel IIT. Von der Schulzeit und dem Schulbesuche 
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Die im Lande sich aufhaltenden fremden Kinder sind wie die einheimischen 
schulpflichtig. Der Ortsvotsteher hat daher dem Lokalschulinspektor den 
Aufenthalt det fremden Kinder immer ohne Verzug anzuzeigen. Kinder 
anderer Konfessionen unterstehen gleichfalls dem Schulgesetze; zum Besuche 
des katholischen Religionsunterrichtes und kirchlichen Gottesdienstes sind 
sie nicht verpflichtet. Das vollstándige Schülerverzeichnis ist von der Lokal- 
Sschulbehórde den betreffenden Eltern, Vormündern und Dienstherren zur 
KenntniB zu bringen. 
Der Eróffnungstag des Schulkutses ist von der Kanzel vorher zu verkünden, 
und der Kurs selbst durch den Pfarrgeistlichen durch entsprechende Ein- 
leitung zu eröffnen. 
Die aus der Elementarschule entlassenen Schüler haben, wenn sie nicht 
höhere Bildungsanstalten besuchen, sofort die Sonn- und Feiertagsschule 
bis zum angetretenen 18. Lebensjahr zu besuchen. Die Prüfungskommission 
kann für einzelne Schüler wegen Unfleißes oder ungeordneten Betragens 
den Schulbesuch auf ein weiteres Jahr anordnen. Der Unterricht ist an Sonn- 
und gebotenen Feiertagen durch anderthalb Stunden zu halten. 
In Gemeinden, wo nur ein Lehrer ist, muß dergestalt im Unterricht abge- 
wechselt werden, daß das eine mal die Mädchen, das andere mal die Knaben 
Unterricht erhalten; wo zwei Lehrer sind, hat der Unterricht für beide 
Geschlechter getrennt, jeden Sonn- und Feiertag stattzufinden. An den 
vier Hauptfesten und Quatembersonntagen ist Vakanz. 
Tiefere Einprägung des in der Werktagsschule Erlernten mit zweckmäßiger 
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