Herausgeber:
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein
Erscheinungsjahr:
1923
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000009871/252/
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Solche Ordnung bestand damals in den Landschaften zu 
Vaduz und am Eschnerberg, und solche guten und schlimmen 
Tuge sahen die Leute, welche damals in denselben lebten. 
Zur Vervollständigung des Bildes im ganzen mögen noch 
die Auszüge aus einigen Urkunden folgen, welche sich bis auf 
unsere Zeit erhalten haben und nicht schon in der bisherigen 
Darstellung erwähnt worden sind. 
Urkunden das Oberland betreffend. 
1222 Papst Honorius III. bestätigt dem Kloster Churwalden 
den Besitz eines Hofes mit einer Kapelle und anderem 
Zubehör in Balzers. (Mohr Cod. dipl. I. 191.) 
1155 Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigt dem Kloster Wein 
garten den Besitz seines Weinberges in Triefen. (Cod. 
maj. trad. Weingart.) 
1250 Das Kloster Weingarten hat in Triefen Güter zu Pala 
din, beim Kreuz, in Fräste, in Sax, in Quadrat, in Kasal, 
in Galamatelle, in Prat, in Rufin, unter Quadrella, in 
Gafgir und Monturf. (Württ. Urk. B. IV.) 
1300 Der Propst Berthold von St. Luzi gibt den beiden Walli 
sern Walter Rüttiner und Johann Aier in Silvaplana 
und in Pradella Güter zu Lehen um 20 Pfd. Pfg. Zins. 
Unter den Zeugen ist auch der Freiherr Heinrich von 
Frauenberg, der Minnesänger, auf Schloß Gutenberg. 
(Mohr l. c.) 
1314 Hugo, Heinrich und Albrecht, Söhne des Grafen Hugo II. 
von Werdenberg, urkunden, daß ihr lieber Vater selig 
vor Zeiten dem Ritter Burkard von Richenstein (zu 
Triefen) um seiner Dienste willen 30 Mark gegeben und 
pfandweise auf dem Hof zu Sevelen (Burg Herrenberg) 
gesetzt habe, daß aber auch sie selbst jetzt 10 Mark den 
Söhnen jenes Burkard um ihrer Dienste willen auf das 
genannte Pfand schlagen. Die Brüder von Richenstein 
können jährlich 3 Mark Zinsen davon beziehen, bis die 
Grafen ihnen 40 Mark lautern Silbers ausbezahlen 
werden. (Mohr C. dipl. II. 168.) 
1314 Die Grafen Hugo, Heinrich und Albrecht von Werden 
berg urkunden, daß sie den mehrjährigen Krieg mit den 
Herzogen Friedrich und Leopold von Oesterreich wegen 
den Besitzungen derer von Frauenberg aufgegeben und 
sich mit denselben dahin geeinigt haben, daß die Herzoge 
das Schloß Gutenberg samt Zubehör behalten, während 
sie, die Grafen, die frauenbergischen Güter in Bünden 
erhalten. Tschudi Chron. Helv. I. 266.)
        

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