Herausgeber:
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein
Erscheinungsjahr:
1923
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000009871/102/
sprüche auf Baiern, welches der König dem Markgrafen Leo 
pold von Oesterreich verliehen hatte. In dem Kriege, der aus 
diesen Ursachen entstand, kam zuerst der Parieiname „Waib 
linger" (Hohenstaufer) und „Welfen" im Reiche auf. Die 
Italiener sagten für Waiblinger „Gibellinen" und bezeichneten 
damit die kaiserliche und die „Guelfen" als die päpstliche Partei. 
Bischof Konrad befand sich im Gefolge des Königs, als 
derselbe die Stiftung des Klosters Salem bestätigte (1142) 
und vernahm den traurigen Bericht aus dem gelobten Lande, 
daß Edeffa, die Vormauer der Christen im Morgenlande, ge 
fallen und Jerusalem, die HI. Stadt, von den Ungläubigen 
bedroht sei. Da erschien der HI. Bernhard, Abt zu Clairvaux, 
in Deutschland und seine begeisternden Reden blieben nicht 
ohne Erfolg. König Konrad III. nahm selbst das Kreuz und 
führte ein zahlreiches Heer in das Morgenland. Aber das 
Unternehmen nahm einen schrecklichen Ausgang trotz allen 
Wundern der Tapferkeit der deutschen Ritter. Mit dem Kö 
nig war auch sein Resse Friedrich, sein Nachfolger auf dem 
Königsthrone, ausgezogen. 
Bischof Konrad hatte dieses Unglück nicht mehr erlebt. 
Er starb vor dem Kreuzzuge im Jahre 1145 und wurde in 
St. Luzi begraben. Er wird von seinen Zeitgenossen als eine 
Leuchte der Weisheit und Frömmigkeit gerühmt. 
Auf ihn folgte als Bischof Konrad II., der im Jahre 1145 
die Weihe, und vom König die Regalien empfing, aber schon 
1150 starb. 
Bald nachher starb auch der König während der Zurüstun 
gen, die er zu einem Römerzuge traf (15. Februar 1152). Er 
empfahl den Fürsten seinen Neffen Friedrich, Herzog von 
Schwaben, zum Nachfolger, weil er im Morgen- und Abend- 
lande Proben des Heldenmutes und der Klugheit gegeben 
hatte. Er war damals der hervorragendste der deutschen Für 
sten. Er wurde fast einstimmig zum König gewählt. Das Her 
zogtum Schwaben übergab er seinem Vetter Friedrich IV. 
2. Bischof Adalgott der Heilige. Kaiser Friedrich I. 
Adalgott erhielt seine Bildung im Kloster Clairvaux, wo 
der hl. Bernhard Abt war, und zeichnete sich durch große 
Sittenstrenge, wie durch Wissenschaft in allen religiösen Din 
gen aus. Er wurde von den Mönchen von Disentis zum Abt 
und i. I. 1150 von Klerus und Volk von Chur zum Bischof er 
wählt und am 4. Februar 1151 vom Erzbischof von Mainz
        

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