Anlässlich des Glockenaufzuges, zum 
Probeläuten am 13. Aug. 1911 und auch 
bei anderen Gelegenheiten konzertierte 
der Musikverein im Garten des 
Gastbauses «Kreuz». Im Bild das 
«Kreuz» um 1905, als Motiv einer 
Postkarte. Oben die damals erst wenige 
Jahre alte Kirche. 
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che an die versammelte Volksmenge, erklirte den Zweck einer jeden 
Glocke und nannte ihre Patrone und ihre Stifter. — Hierauf schwebte 
die erste Glocke zur Höhe des Turmes hinauf und ihr folgten rasch 
die drei übrigen kleineren Glocken. Als jedoch die grosse, die 
Johannes-Glocke, Fürstenglocke, an die Reihe kam und beim drei- 
maligen Anschlag ihre Töne zum erstenmal durch das Dorf Eschen 
erklangen, ging eine Erregung durch die Menge des harrenden Vol- 
kes. Ein Hoch auf den Landesfürsten erscholl, die Böller krachten, 
die Musik spielte die Vaterlandshymne, das Meisterwerk, die Für- 
stenglocke, schwebte empor und ward glücklich geborgen im Innern 
des Turmes. — Ein ergreifender Moment! Zum Schluss begab man 
sich in die Kirche zu einem Te Deum.» 
«War schon der Aufzug der fünf neuen Glocken in Eschen für die 
Gemeinde ein ausserordentliches Fest mit Bollerknall und Musik, so 
war aber noch mehr das Probeláuten geradezu ein herrliches Volks- 
fest. — Freude herrschte in der ganzen Gemeinde. Deshalb ist es auch 
begreiflich, dass nach diesem feierlichen Akt der Garten im Gasthaus 
zum «Kreuz» sich schnell füllte und ein fröhliches, heiteres Volksfest 
sich entwickelte, dass Musik und Gesang der Freude des Tages 
Ausdruck gab. 
Noch lange herrschte fröhliche Stimmung unter den zahlreichen 
Anwesenden und fleissig liess die Musik von Eschen ihre fröhli- 
chen Weisen ertónen.» 
  
  
  
  
  
  
 
        

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