MARIEN-KAPELLE, TRIESEN 
Die Marienkapelle in der Nähe der Landstrasse war eine Eigen- 
kirche des Prämonstratenserklosters St. Luzi in Chur. Die Kapelle 
wird 1415 erstmals erwähnt. Im heutigen, wesentlich aus Mitte 
des 17. Jahrhunderts stammenden Baues ist die Südwand der 
romanischen Kapelle integriert, auf welcher (teils übermalte) 
Fresken zum Weihnachtszyklus angebracht sind. 
ST. MAMERTEN, TRIESEN 
Auf einer kleinen Terrasse am Hang im oberen Triesen steht 
die Kapelle St. Mamerten. Der Bau — ohne Turm und Vorzeichen 
— dürfte der Zeit vor 1000 entstammen. In die gleiche Epoche ist 
der Stipes in der Apsis zu verweisen. Die zur ersten Bauphase ge- 
hörende Malerei ist nur mehr an einer Leibung des Rundbogen- 
fensters der Apsis (heute durch den Altar verstellt) als schwärz- 
liche Bordüre erkennbar. Die Fenster des vorromanischen Schiffes 
sind aussen in der Südmauer markiert; oberhalb des Portals eben- 
falls ein ursprüngliches Fenster. 
Aus gotischer Zeit datieren Um- und Zubauten. Aus der ersten 
Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt der massige Turm mit okto- 
gonalem Obergeschoss aus Holz. Die Fenster der alten Kirche 
wurden vermauert und grössere Lichtquellen geschaffen. Im Zuge 
dieses Umbaues dürften- die 1968 renovierten Fresken gemalt 
worden sein. Sie füllen als Doppelband komponiert das ganze 
Schiff und zeigen Szenen aus dem Leben Jesu, vorweg Christi 
Leiden und Auferstehung. Die Kalotte der Apsis schmückt ein 
Pantokrator mit den vier Evangelistensymbolen sowie Heiligen- 
gestalten. In der Malerei wetteifern Errungenschaften italienischer 
lrecentomalerei (z. B. Grablegung) mit gotischem Konturenstil 
mit zum Teil romanisierenden Anklingen (z.B. Geisselung 
Christi). 
Zur Ausstattung der Kirche gehören ein spätgotischer Flügel- 
altar (1492) sowie eine Pietä aus der zweiten Hälfte des 14. Jahr- 
hunderts. 
    
    
  
  
  
  
    
   
  
   
   
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
    
        

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