Die unmittelbare Leitung des Forstwesens obliegt dem Landes- 
forstamt. Die Gemeinden sind von gesetzeswegen verpflichtet, 
ausgebildete Gemeindeförster zu beschäftigen. «Den Nachhalt- 
betrieb der Wälder» haben Regierung und Forstamt sicherzustel- 
len. Einzelne Bestimmungen der Waldordnung 1865 sind jeweils 
durch Novellierung den neuen Erfordernissen angepasst worden. 
Die Forstgesetzgebung ist teilweise überholt, präsentiert sich un- 
einheitlich und ist nur noch schwer überblickbar. Der Entwurf 
für ein neues, modernes Forstgesetz liegt bei der Regierung. 
Die Verfügungsfreiheit des Eigentümers über den Wald ist zu- 
gunsten der öffentlichen Wohlfahrt gesetzlich eingeschränkt. Als 
Ausgleich hat die Waldwirtschaft Anspruch auf finanzielle Unter- 
stützung durch die Öffentlichkeit. Der Staat leistet für die Neu- 
anlage von Schutzwäldern, die Waldweideausscheidung auf den 
Alpen, den Waldstrassenbau, die Erstellung von Waldwirtschafts- 
plänen, die Lawinen- und Wildbachverbauungen und die Neu- 
anlage und Pflege von Windschutzgehôlzen in der Talebene jähr- 
lich Beiträge in der Hôhe von rund 3 Millionen Franken. Die Hôhe 
der staatlichen Subventionsansätze variiert zwischen 50 und 8576. 
JAGD 
DIPL.ING. EUGEN BÜHLER 
Das gesamte im Fürstentum Liechtenstein bejagbare, bzw. 
wildtaugliche Areal umfasst eine Fläche von 14000 ha (Landes- 
fliche 16°000 ha) und ist in 19 Reviere eingeteilt. Das Jagdrecht 
steht unter staatlicher Hoheit. Die Ausübung der Jagd in den ein- 
zelnen Revieren wird verpachtet. Die Pachtdauer beträgt 6—10 
Jahre und wird in diesem Zeitrahmen für jede Pachtperiode von 
der Fürstlichen Regierung festgelegt. Die Jagdreviere werden in 
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