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FELD- UND WINDSCHUTZGEHOLZE 
Für die Gewinnung landwirtschaftlicher Bodenflichen sind im 
Laufe der Zeit, insbesondere wihrend der beiden letzten Welt- 
kriege, ausgedehnte Auwälder und ein Grossteil der Feldgehólze 
der Rheintalebene gerodet worden. In der nun völlig windoffenen 
Tallandschaft stellten sich Erdverwehungen und infolge der Ver- 
schlechterung der lokalklimatischen Gegebenheiten abnehmende 
landwirtschaftliche Erträge ein. 1944 wurde dann für die Talebene 
ein Windschutzprojekt erstellt. Die Talflächen sollen wieder strei- 
fen- und gruppenförmig mit Baum- und Strauchpflanzungen ver- 
sehen werden. Bis heute wurden mehr als eine Million Bäume 
und Sträucher als Windschutzgehölze ausgesetzt. Damit sind etwa 
?/3 des Windschutzvorhabens realisiert. Die Windschutzgehölze 
vermögen die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen. 
WALD- UND BRACHLAND 
Die Rodungen haben früher Extremlagen erfasst, die der Land- 
wirtschaft nicht viel brachten. Heute zieht sich der Bauer aus sol- 
chen Grenzertragsflächen zurück. Übrig bleibt Brachland. Die 
Brachlegung von Weide- und Wiesflächen an Steilhängen fördert 
die Lawinentätigkeit und oft auch die Bodenerosion. Die Brach- 
landflächen im Gebirge dürften heute annähernd eine Ausdehnung 
von 1000 ha aufweisen. 
Das Brachlandproblem soll grösstenteils durch Bewaldung ge- 
löst werden. In vielen Fällen ist die Wiederbewaldung von Steil- 
gebieten ohne Lawinen- und Erosionsverbauungen nicht möglich. 
Solche Schutzbauten erfordern ganz bedeutende Geldmittel. Die 
Finanzierung ist nur mit kräftiger Mithilfe des Staates möglich. 
DAS FORSTGESETZ UND DAS FORSTLICHE 
SUBVENTIONSWESEN 
Die Waldordung 1865 steht in den wichtigsten Bestimmungen 
noch in Kraft. Sie ist entsprechend der damaligen Zeit ein Polizei- 
gesetz. «Der dermalige Wilderbestand muss erhalten bleiben.» 
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