erscheinen das gefleckte Knabenkraut, die grosse und die duften- 
de Stendelwurz, die weisse Sumpfwurz und die unscheinbare 
Einknolle. Hier im «Aescher» entfaltet noch an einigen Stellen 
der Fieberklee seine rötlichweissen Blütenähren, hier glänzen 
die tückischen Tröpfchen des Sonnentaus; die trockeneren Stel- 
len aber sind geschmückt mit der blauen Schwertlilie. 
Im Norden des Landes, im Ruggeller Ried, hat man früher 
Torf gestochen. Auch hier ist der Boden noch ziemlich feucht, in 
einem Graben blüht noch die weisse Seerose, auch hier gibt es 
den Fieberklee, die schlanke sibirische Schwertlilie und dazwi- 
schen blüht im frühen Sommer die prächtige purpurne Siegwurz. 
Auch dieses Ried wurde unter Naturschutz gestellt. Wegen sei- 
nes Artenreichtums mit manchen sehr selten gewordenen Pflan- 
zen verdient es regionale Beachtung. 
Dieses Rheintal ist jetzt zum grossen Teil von Äckern und Wie- 
sen bedeckt. Interessantes aber bieten noch die trockenen Heide- 
wiesen und der Rheindamm von Bangs bis Mäls, der ähnliche 
Bedingungen wie Trockenwiesen aufweist. Besonders im frü- 
hen Sommer zeigt er stellenweise einen prächtigen Blumenflor. 
Zu erwähnen sind die Helmorchis, die Hummel-Ragwurz und 
die karminrote Pyramidenorchis. Auch Fremdlinge mischen sich 
in die Rheindammflora. So überragen die kräftigen Büsche der 
Orientalischen Zackenschote die übrigen Kräuter, später blüht 
die Nachtkerze und das kanadische Berufskraut. 
Ein kleiner botanischer Spaziergang lohnt sich, gewährt doch 
dazu noch der Rheindamm manchen schönen Blick nach Vor- 
arlberg, auf die Schweizer Berge und auf den Westhang der 
Liechtensteiner Alpen. 
Auf den Schuttkegeln der Rüfen bieten die trockenen Heide- 
wiesen manches Schöne. Da seien die seltsamen Ragwurzarten 
genannt, die «Biene» (die nur noch in wenigen Exemplaren blüht) 
und die «Fliege», die bis auf 1400 m steigen kann. Stellenweise 
massenhaft wächst der Blutrote Storchschnabel, manchmal zu- 
sammen mit der Feuerlilie. Häufig blüht hier die Ästige Zaun- 
lilie, reizvoll durch ihre kleinen, weissen Blüten. Da und dort 
findet sich die Wilde Nelke, wie auch die zerschlitzte, blass- 
violette Prachtnelke. 
191 
  
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.