liechtensteinischen Studenten besucht österreichische Hochschu- 
len. Zu Beginn des Jahres 1976 wurde zwischen Österreich und 
Liechtenstein ein Abkommen über die Gleichwertigkeit der Reife- 
zeugnisse und die Zulassung von liechtensteinischen Studenten an 
die österreichischen Hochschulen unterzeichnet. 
In der internationalen Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 
die vom Unesco-Institut für Pädagogik in Hamburg herausgege- 
ben wird, schreibt Dr. Graham Martin, Professor an der Strath- 
clyde University in Glasgow folgendes: «Das liechtensteinische 
Schulgesetz aus dem Jahre 1972 kann als ein durchaus modernes 
Gesetzeswerk bezeichnet werden. Es bildet die Basis für durch- 
greifende Reformen, welche diesen Kleinstaat, der bisher auf dem 
Bildungssektor als stillstehendes Gewässer bezeichnet werden 
musste, an den fortschrittlichen internationalen Tendenzen teil- 
nehmen lassen.» 
Im folgenden móchten wir noch auf zwei Eigenheiten in unse- 
rem Schulwesen hinweisen: 
1. Die weiterführenden Schulen werden bei uns vom Land getra- 
gen, nicht von den Gemeinden. Dies ist eine eher ungewôhnli- 
che Erscheinung in den deutschsprechenden Ländern, obwohl 
man sich natürlich darüber im klaren sein muss, dass das Terri- 
torium unseres Staates in anderen Ländern etwa einem Distrikt 
entspricht. 
N 
. Die Kleinheit eines Landes bietet Vor- und Nachteile. Einen 
der hauptsáchlichsten Vorteile unseres Kleinstaates sehen wir 
darin, dass die Verwaltung ganz allgemein und damit auch die 
Schulverwaltung überschaubar bleibt und nicht entpersónlicht 
wird. 
Daneben gibt es aber auch einige Punkte, in denen wir uns 
nach der internationalen Tendenz richten: 
1. Ein wichtiges Postulat des neuen Schulgesetzes ist die ver- 
mehrte Durchlässigkeit zwischen den weiterführenden Schu- 
len. 
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