Jubiläumsfeiern und Geschichtsbewusstsein Kirchhügel in Bendern. An diesem historischen Ort schworen 1699 die Unter- tanen der Herrschaft Schellenberg dem neuen Landesherrn, Fürst Jo- hann Adam Andreas von Liechtenstein, die Treue. 300 Jahre später, 1999, hielt in dieser Kirche der Liechtensteiner Historiker Paul Vogt den hier abge- druckten Festvortrag. 
Kollektive Geschichtsbilder schaffen gemeinsame Wert- und Verhaltensvorstellungen und wirken da- mit identitätsstiftend. Das Bedürfnis, Erinnerungen an vergangene Ereignisse und verstorbene Perso- nen zu pflegen, ist uralt. Es wurde früher vor allem in religiösen Kulten und von der Kirche abgedeckt. Durch Jahrzeiten, Prozessionen und Festtage blieb man mit der Vergangenheit verbunden, die verstor- benen Ahnen blieben in der Erinnerung gleichsam lebendig. Geschichte als Wissenschaft ist eine Errungen- schaft des 19. Jahrhunderts. Jetzt erst bildete sich ein eigentliches Geschichtsbewusstsein heraus. In Liechtenstein schuf Peter Kaiser ein Werk, das sich kritisch mit der absolutistischen Obrigkeit ausein- andersetzte. Er zeigte, wie es im Laufe der Zeit zu tief greifenden Wandlungen kam und dass es sehr 4
        

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