DER MÜNZSCHATZFUND VOM «SCHELLENBERGER WALD» VERGRABEN NACH 1460 / DANIEL SCHMUTZ Städte angebracht worden, kann der «Reiseweg» einer Münze über mehrere Stationen verfolgt wer- den (Tab. 3). 49) Rene d'Anjou war Herzog von Anjou, Graf von Maine, Herzog von Lothringen und Bar, Graf von Provence. König von Neapel und König von Jerusalem. Er war eine schillernde Gestalt und als Graf von Provence ein bedeutender Kunstförderer. Lexikon des Mittelal- ters. Bd. VII. München, 1995, Sp. 727-730. 50) Zäch, Fremde Münzen, S. 420, mit einer Auflistung der betref- fenden Funde (Anm. 122). 51) Schüttenhelm, S. 299. 52) Schüttenhelm, S. 261. Ein Goldgulden der Reichsmünzstätte Nürnberg war im Schatzfund von Büsserach SO, 1904 (um 1444), enthalten, ein städtischer Goldgulden im Fund von Baisthal, 1929 (um 1465/70). Fundberichte in: ASA Bd. 7 (1905/6), S. 173 und SNR 12 (1904), S. 537-538 (zum Fund Büsserach). Wegeli, Rudolf: Münzfund von Balsthal. In: SNR 25 (1930), S. 94-95. Im Alpenrhein- tal wurden abgesehen vom Nürnberger Goldgulden aus dem Schel- lenberger Fund und einer französischen Goldmünze bisher nur rheinische Gulden gefunden. Zäch, Alpenrheintal, S. 226, 
53) Nürnberger Kleinmünzen - in der Regel Heller - sowohl der Stadt wie auch der Burggrafschaft, kommen dagegen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Siedlungsfunden vor. Zäch, Fremde Münzen, S. 423; beispielsweise in der Stadtkirche Winterthur: von Roten, Hortensia: Münzen. In: Jäggi, C; Meier, H.-R.; Windler, R.; Uli, M.: Die Stadtkirche St. Laurentius in Winterthur. Ergebnisse der archäologischen und historischen Forschungen. Zürich und Egg. 1993. (Zürcher Denkmalpflege. Archäologische Monographien 14), S. 94-110 und 263-273 (Katalog), hier S. 270, Nr. 734-739. 54) Vgl. unten Kapitel Böhmen. 55) Zu dieser Gruppe gehören neben Altenburger Hellern eine ganze Reihe von fränkischen, ostbayerischen, thüringisch-meissischen, sächsischen und böhmischen Kleinmünzen. Zäch, Fremde Münzen, S. 423. 56) Zu den Prager Groschen vgl. Castelin. 57) Als deutscher König Karl IV. (1347-1378). 58) Wenzel bezeichnet sich selbst auf Münzen als Wenzel III. Als deutscher Kaiser Wenzel I. (1378-1400). 59) Castelin, S. 33-34. 60) Verbreitungskarte der gegenstempelnden Städte bei Castelin, Anhang. Abb. 12: Die gegenstem- pelnden Städte auf Prager Groschen des Schellenber- ger Fundes. Die Punkt- grösse entspricht der An- zahl der vorkommenden Gegenstempel. 1 Feldkirch; 2 Konstanz; 3 Schaffhausen; 4 Radolf- zell; 5 Ravensburg; 6 Lind- au; 7 Wangen; 8 Isny; 9 Kempten; 10 Memmin- gen; 11 Ulm; 12 Augsburg; 13 Salzburg; 14 Regens- burg; 15 Eichstätt; 16 Nörd- lingen; 17 Schwäbisch Gmünd; 18 Göppingen; 19 Urach; 20 Esslingen; 21 Heilbronn; 22 Weins- berg; 23 Schwäbisch Hall; 24 Nürnberg; 25 Bayreuth; 26 Frankenberg; 27 Mar- burg; 28 Attendorn; ohne Signatur: Riedlinger Bund • Kuttenberg it Schellenberg 53
        

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