40 Münzen. Es handelt sich dabei offensichtlich um die bei Kittelberger erwähnten «etwa 30, oben nicht mitgezählte[n] Stücke, die stark beschädigt sind», welche er in seinem Katalog nicht berück- sichtigt hatte.25 
Auch dieser Anteil wird heute in Triesen aufbewahrt. 
26 Abb. 10: Das Fundgefäss Massstab 1 :2 46 
DAS FUNDGEFÄSS Das Gefäss, das aus den gefundenen Scherben zum grössten Teil rekonstruiert werden konnte, gehört zur Gattung der Grapen (Abb. 10).27 Die Vorbilder für diese Dreibeintöpfe waren ursprünglich gegossene Metallgrapen, die wegen des 
hohen Materialwertes wohl nur für eine reiche Oberschicht erschwinglich waren. 
28 Im billigeren Material Ton nachgeahmt, fand diese Gefässform vom 13. bis ins 15. Jahrhun- dert als Kochgefäss eine weite Verbreitung.29 Das auf einer Drehscheibe hergestellte Gefäss . des Schellenberger Fundes hat eine beutelförmige Gestalt mit gestrecktem Oberteil. Der rotorange Scherben ist mittelfein mit feinen, weisslichen Ein- schlüssen. Der ausladende Rand ist oben gerade abgestrichen und weist eine Innenkehlung auf. Am Topf sind mehrere Zierelemente angebracht. An der weitesten Bauchung des Topfes befinden sich vier Drehrillen. Aussen unterhalb der Halszone verläuft ein feiner umlaufender Wulst. Bei den Füs- sen sind die Spitzen nach oben umgeschlagen. Ein bandförmiger Henkel ist randständig und läuft bis zur grössten Bauchweite im unteren Drittel des Ge- fässes. Im heutigen Zustand ist nur der Ansatz ei- nes Henkels vorhanden. Ob der Topf ursprünglich einen zweiten aufgewiesen hatte, ist ungewiss. Die Gefässinnenseite weist eine farblose durch- scheinende Glasur auf, die stellenweise eine dun- kelolivgrüne Farbe annimmt. Dagegen ist die Ge- fässaussenseite nur im Bereich der weitesten Bau- chung und an der Unterseite des Henkels glasiert. Vergleichbare Dreibeintöpfe aus Zürich und Winterthur werden in die Mitte des 15. Jahrhun- derts datiert.30 Der Umstand, dass das vorliegende Gefäss keine Engobe unter der Glasur aufweist, deutet eher auf eine Entstehungszeit in der ersten Jahrhunderthälfte hin.:ll Das Schellenberger Fund- gefäss entsprach somit einem zum Zeitpunkt der Vergrabung durchaus gängigen Gefässtyp.
        

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