Auffindung und Überlieferung DAS GEOGRAPHISCHE UND HISTORISCHE UMFELD Der langgestreckte Höhenzug des Schellenberges, der auch als Eschnerberg bezeichnet wird, er- streckt sich im liechtensteinischen Unterland vom Rhein aus in nordöstlicher Richtung bis in die Nähe von Feldkirch. Seit der Jungsteinzeit war die im ehemals versumpften Rheintal gelegene Erhebung ein bedeutendes Siedlungsgebiet. Der Ort Schellenberg, auf dem gleichnamigen Höhenrücken gelegen, besteht aus den drei Ortstei- len Vorder-, Mittel- und Hinterschellenberg.10 Der Name Schellenberg wird auf die seit dem Ende des 12. Jahrhunderts in diesem Gebiete erwähnten Herren von Schellenberg zurückgeführt. Gemäss Johann Baptist Büchel war dieses Rittergeschlecht ursprünglich im bayerischen Raum ansässig und 
wurde hier in staufischer Zeit zur Sicherung und zur Bewachung der Zufahrtsstrassen zu den Alpen- pässen eingesetzt.11 Auf dem Gebiet der Gemeinde Schellenberg ste- hen zwei Burgruinen, die mit den Herren von Schellenberg in Verbindung gebracht werden. Die «Obere Burg» liegt östlich von Mittelschellenberg, die «Untere Burg» nordwestlich dieses Ortsteils über dem steil abfallenden Nordwestabhang des Eschnerberges.12 Die rechtsrheinische Hauptverkehrsachse durch das Alpenrheintal verlief im Mittelalter wie auch heute noch südöstlich des Eschnerberges. Der übli- che Handelsweg im Spätmittelalter, wie er aus zwei Verzeichnissen der Zoll- und Suststellen von 1388 und 1390 fassbar wird, führte von Chur über die St. Luzisteig nach Balzers und Vaduz. Bei Schaan wurde der Rhein auf einer Fähre überquert und Abb. 8: Der mutmassliche Fundort 42
        

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