krieges schildert. Mit Objekten aus den eigenen Sammlungen des Liechtensteinischen Landesmu- seums wurden die Schauplätze der Kriegshandlun- gen in unserem Gebiet dokumentiert. Die Ausstel- lung in den Räumlichkeiten des Schaaner Ortsmu- seums wurde am 8. November 1999 eröffnet und dauerte bis zum 17. November. Dr. Manfred Tschaik- ner aus Bludenz hielt ein vielbeachtetes Referat über «Uli Mariss aus Schaan - Der Verräter von 1499?». Im Rahmen dieser Ausstellung fand auch die Präsentation der Publikation von Michael Goop über die Schlacht bei Triesen statt. Die Museums- leitung dankt Herrn Felix Nöthiger vom «Forum 1499», Frau lic. phil. Eva Pepic, Leiterin des Orts- museums DoMus in Schaan sowie Frau Mag. Ulrike Mayr und Hansjörg Frommelt von der Fachstelle Archäologie für die gute und speditive Zusammen- arbeit. Als letzte Veranstaltung im Berichtsjahre 1999 mit Beteiligung des Liechtensteinischen Landesmu- seums konnte am 6. Dezember im Postmuseum Vaduz anlässlich einer Briefmarkenausgabe die Ausstellung «Blaue Illusion» von Herbert Fritsch, Feldkirch, eröffnet werden. Der Vorarlberger Kunst- schaffende Herbert Fritsch gestaltete den Brief- markensatz «Walser Hauszeichen», dem u. a. auch eine eiserne Axt mit Hauszeichen versehen, aus den Sammlungen des Liechtensteinischen Landes- museums, zugrunde liegt. Zur Ausstellung, die bis zum 30. April 2000 dauern wird, erschien ein Ka- talog, u.a. mit einem Beitrag von Norbert W. Hasler zum Thema «Hauszeichen - Sinn und Bedeutung». Seit mehreren Jahren ist das Liechtensteinische Landesmuseum durch seinen Leiter im Internatio- nalen Arbeitskreis Bodenseeausstellungen vertre- ten. Die während langer Zeit vorbereitete Ausstel- lung «Jahrhundertwende - Jahrtausendwende im Bodenseeraum» konnte bereits in diesem Jahr in ebenfalls beteiligten Museen verschiedener Regio- nen gezeigt werden, u. a. im Seemuseum Kreuzun- gen, im Heimatmuseum der Insel Reichenau, im Historischen Museum St. Gallen und im Landtags- foyer des Landhauses in Bregenz. Weitere Statio- nen folgen im Historischen Museum des Kantons Thurgau in Frauenfeld, in Schloss Maurach, Uhl-dingen-Mühlhofen 
und zu einem späteren Zeit- punkt im Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz. Zur Ausstellung ist ebenfalls eine Begleit- publikation erschienen, redaktionell betreut von Dr. Gert Zang, Reichenau, mit zwei Beiträgen über Liechtenstein um die Jahrhundertwende. Im Rahmen der Filmreihe «Sterbendes Hand- werk» startete das Landesmuseum 1999 ein Video- projekt in Zusammenarbeit mit dem AV-Studio Bruno Köpfli, Schaan, zum Thema «Handmaschi- nenstickerei». In den Depotsammlungen des Liech- tensteinischen Landesmuseums befinden sich sowohl eine Monogramm- wie auch eine Band- stickereimaschine, die von Kurt Gantenbein, Sti- ckereifachlehrer an der Ostschweizerischen Stick- fachschule St. Gallen zusammen mit den Museums- mitarbeitern Thomas Müssner und Paul Frick funk- tionstüchtig aufgebaut wurden. Die Handstickerei wurde ab den 1860er Jahren durch die Maschinen- stickerei abgelöst. Die Zahl der in der liechtenstei- nischen Stickerei-Heimindustrie Beschäftigten stieg von einer unbestimmten Anzahl Personen ab den 1840er Jahren auf zirka 40 Personen im Jahre 1878 und danach innert Kürze auf über 200 um das Jahr 1883. Sie umfasste bei Jahrhundertbeginn rund 300 und wenige Jahre vor dem Ersten Welt- krieg gegen 400 Arbeitskräfte, bei einer Einwoh- nerzahl des Ländchens von gut 8 000 Personen. Um 1898 bis 1900 gab es 146, um 1910 bis 1912 über 180 und um 1916 noch 36 solcher Stickma- schinen in Liechtenstein. Noch heute zeugen ein- zelne Stickereihäuschen - vorwiegend im Unter- land - von diesem einstigen Erwerbszweig. Heute ist einzig noch auf Prufatscheng ein Fragment einer solchen Maschine aufzufinden. Kurt Gantenbein demonstriert an den museums- eigenen Stickmaschinen deren Funktions- und Pro- duktionstechnik. Weitere Aufnahmen wurden bei Kaspar Vetsch in Grabs gedreht. Er zählt heute be- reits über 80 Jahre und ist der letzte Maschinen- sticker im gesamten Rheintal. Der Videofilm soll im kommenden Jahr vorliegen. Neben der Betreuung, Bewahrung und Er- schliessung seiner kulturhistorischen, landeskund- lichen Sammlungen als erste Aufgabe kommt dem 314
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.