HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1999 wüteten vor allem im Liechtensteiner Unterland. Es war das letzte Mal, dass Liechtenstein direkt in ei- nen Krieg verwickelt wurde. Die Ausführungen von Arthur Brunhart zeigten auf, dass mit Kriegen in allen Zeiten schreckliche Ereignisse verbunden wa- ren, unter denen auch die Zivilbevölkerung, die da- mals an sich schon in grosser Armut lebte, noch mehr zu leiden hatte. Eine beklemmende Aktualität bekamen die Ausführungen durch den Krieg in der jugoslawischen Provinz Kosovo, der wenige Tage vor der Jahresversammlung ausgebrochen war. Der Vortrag von Arthur Brunhart ist in diesem Jahrbuch auf Seite 181 bis 206 publiziert. VORSTAND Der Vereinsvorstand befasste sich in zehn Sitzun- gen mit den anstehenden Geschäften. Wichtige Traktanden waren dabei die geplanten Aktivitäten für das Vereinsjubiläum im Jahre 2001 und auch die dafür notwendige Beschaffung von zusätzli- chen finanziellen Mitteln. Entsprechende Unter- stützungsgesuche an die öffentliche Hand sowie an private Stiftungen wurden erfreulicherweise durchwegs positiv beantwortet. In Aussicht gestell- te finanzielle Beiträge sind im Berichtsjahr zum Teil schon dem Historischen Verein zur Verfügung gestellt oder zumindest für die Jahre 2000 sowie 2001 versprochen worden. Einen Überblick zu den bereits eingetroffenen Spenden gibt die Jahres- rechnung für 1999. Konkrete Schritte zur Reali- sierung der geplanten CD-ROM mit allen Jahrbuch- beiträgen wurden eingeleitet, für die Abfassung einzelner Kapitel für die Vereinsgeschichte konnten geeignete Autoren vertraglich verpflichtet werden. Weitere Projekte für das Jubiläumsjahr wurden ebenfalls im Vereinsvorstand besprochen, so auch die Realisierung einer Briefmarkenserie zur Feier des 100-jährigen Bestehens des Historischen Ver- eins im Jahre 2001. Weitere Traktanden für den Vereinsvorstand waren 1999 die Fortsetzung des Liechtensteiner Namenbuches, Werkteil II: «Personennamenbuch», nachdem Werkteil I im Berichtsjahr in Produktion 
gehen und damit abgeschlossen werden konnte. Ebenso befasste sich der Vereinsvorstand mit der geplanten Neustrukturierung beim Historischen Lexikon sowie mit Fragen rund um die Besetzung der Stelle eines Inventarisators oder einer Inventa- risatorin beim Projekt «Neubearbeitung der Kunst- denkmäler im Fürstentum Liechtenstein», welches ebenfalls unter der Trägerschaft des Historischen Vereins steht. ZUM THEMA «GAMANDERHOF» An der Jahresversammlung vom 21. März 1998 hatten die anwesenden Vereinsmitglieder eine Re- solution angenommen, welche die öffentliche Hand aufforderte, alles daran zu setzen, um das zum Ver- kauf stehende Anwesen «Gamanderhof» zu erwer- ben (vgl. Jahresbericht 1998). Doch weder das Land Liechtenstein noch die Gemeinde Schaan ergriffen die sich bietende Chance, und mit dem Kauf des historisch bedeutsamen Gebäudekomple- xes durch einen privaten Interessenten im Be- richtsjahr 1999 ist die vormals gefasste Resolution leider obsolet geworden. FORSCHUNGSPROJEKTE UND PUBLIKATIONEN Die für das Berichtsjahr 1999 angekündigte Prä- sentation der Buchpublikation «Borscht» musste nochmals verschoben werden. Jedoch wird die lang erwartete, von Dr. Magdalena Maczynska verfasste und von Frau lic. phil. Eva Pepic redak- tionell betreute Auswertungsarbeit der Altgrabung «Borscht» (Schellenberg) nun definitiv im Frühjahr 2000 erscheinen. Die vom Historischen Verein bereits 1998 an- geregte Neubearbeitung des «Liechtensteiner Sa- genbuches» konnte im Berichtsjahr 1999 leider nicht weiter konkretisiert werden. Eine geeignete Fachperson zur wissenschaftlichen Aufarbeitung steht zwar zur Verfügung, ebenso liegt inzwischen ein Bearbeitungskonzept vor. Bislang fehlen jedoch noch die finanziellen Mittel. 283
        

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