1799 - FRANZOSENZEIT - SCHRECKENSZEIT ARTHUR BRUNHART men.33 Von Feldkirch flüchteten zahlreiche Perso- nen in die Schweiz oder nach Graubünden, darun- ter auch der Vaduzer Landvogt und der Land- schreiber mit seiner Familie.34 Die Vorsteher der Gemeinden am Eschnerberg setzten sich mit der Landesfahne in ein Wirtshaus in Nendeln, um die Franzosen zu erwarten und ihnen ihre friedlichen Absichten zu erklären.35 Die Franzosen kamen je- doch noch nicht: Liechtenstein war noch einmal davongekommen. Die Vorgänge im Ausland, insbesondere die sich seit 1798 zuspitzende Situation in der Schweiz, wurden aufmerksam erfolgt. Helbert notierte, dass die «französische Freyheitsseuche» die Eidgenos- senschaft angesteckt habe, dass dort aber aufgrund der gemachten Erfahrungen «alle Freud über den Krieg verschwunden» sei.36 Vorarlberg und Feld- kirch waren ein Hort für viele Exponenten des al- ten Regimes in der Schweiz.37 Der Einsiedler Abt flüchtete in seine Vorarlberger Propstei St. Gerold, am 30. April 1798 der Abt von Pfäfers in seine Pfarrei Eschen, auch kamen «in hiesige Herrschaft Vaduz die Adelsdamen samt der Fürstin von Schä- nis, samt vill anderen Kirchenherrn».38 26) Büchel: Helbert, S. 94. 27) Ebenda, S. 95; Kaiser/Brunhart: Geschichte Liechtensteins, Band 1, S. 523. 28) Büchel: Helbert, S. 97; Schafhauser: Eschnerberg, S. 98. 29) Kaiser/Brunhart: Geschichte Liechtensteins, Band 1, S. 
523 f. 30) Schafhauser: Eschnerberg, S. 112; Kaiser/Brunhart: Geschichte Liechtensteins, Band 1, S. 
523 f. 31) Biedermann, Klaus: Das Rod- und Fuhrwesen im Fürstentum Liechtenstein. In: JBL 97 (1999), S. 7-183, hier S. 132. 32) Wanner: Wirtschafts- und Sozialgeschichte, S. 474. - Vgl. Biedermann, Klaus: Das Rod- und Fuhrwesen im Fürstentum Liechtenstein. In: JBL 97, 1999. S. 7-183, hier S. 132. 33) Kaiser/Brunhart: Geschichte Liechtensteins. Band 1, S. 521, 527. 34) Ebenda, Band 1, S. 525. 35) Büchel: Helbert, S. 98. 36) Ebenda, S. 96 und S. 101. 37) Landolt: Hotze, S. 38 f.; vgl.: Burckhardt: Emigration; Albrecht: Dorf im Umbruch, S. 132. 
Andre Massena (1758- 1817), Duc de Rivoli, Prince d'Esslingen, französischer Marschall und Oberbefehls- haber der französischen Truppen 1799 in Liechten- stein 38) Büchel: Helbert, S. 96, 102.
        

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