Diese Beispiele mögen genügen, um uns jene Vorgänge vor 500 Jahren in Erinnerung zu rufen, die sich in dieser Gegend zugetragen haben. Dabei muss es immer auch ein Stück weit unserer eige- nen Phantasie überlassen bleiben, uns das Bild des Schreckens, der Not, des Elends und des Leids aus- zumalen, das hinter diesen von den Chronisten mit professioneller Sachlichkeit geschilderten Raub- und Plünderungszügen steht. Es wird für einmal nicht das Bild jener Heldengestalten sein, die so zahlreich Gedenktafeln und Schlachtenmonumente zieren - sie haben ihren Platz in der Geschichte. Es wird das Bild von einfachen Bauern und ihren Frauen sein, von Knechten und Mägden, von Flir- ten, Jugendlichen und Kindern und ihrem tägli- chen Kampf ums Überleben in einer vom Krieg überzogenen, von Raub- und Plünderung heimge- suchten, wirren und chaotisch gewordenen Welt, die nicht wenig an Mut und Tapferkeit den verzwei- felten Menschen abforderte. Ein Bild aber auch, von dem den Schleier des Vergessens ein klein we- nig zu heben, uns ab und zu wohl ansteht. 
BILDNACHWEIS Abb. 1: Originalkarte: Staatsarchiv St. Gallen. Aufnahme: Paul Frick. Sammlung Liechtensteini- sches Landesmuseum Abb. 2: Nikolaus Schradin, Schweizer Chronik 1500, fol. 11 (Foto: Zentralbiblio- thek Zürich) Abb. 3: Die Schweizer Bilderchronik des Luzer- ners Diebold Schilling. 1513, Folio 177r (357). Zentral- und Hochschulbib- liothek Luzern. Eigentum Korporation Luzern Abb. 4: Johannes Stumpf. Gemeinder loblicher Eyd- genossenschaft Stetten, lan- den und völckeren Chronik wirdiger thaaten beschrey- bung. Zürich 1548, Band 2, S. 321 (Zentralbibliothek Zürich) Abb. 5: Ebenda, S. 329. 
ANSCHRIFT DES AUTORS Claudius Gurt Rotfluhstrasse 45 CH-8702 Zollikon 180
        

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